Feuerwehr: Nach 18 Minuten ist alles unter Kontrolle

Bei den Feuerwehren gilt wie überall: Übung macht den Meister. Brände - insbesondere in Industriebetrieben - sind die Ausnahme. Deshalb übten die Feuerwehren Hall und Michelbach vor realistischer Kulisse.

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  • Von der Drehleiter aus ist die Lage auf dem Firmengelände gut zu überschauen. Der Einsatz ist vorbei, die Feuerwehrleute aus Hall und Michelbach sind dabei, ihre Geräte aufzuräumen. 1/4
    Von der Drehleiter aus ist die Lage auf dem Firmengelände gut zu überschauen. Der Einsatz ist vorbei, die Feuerwehrleute aus Hall und Michelbach sind dabei, ihre Geräte aufzuräumen.
  • Von der Drehleiter aus ist die Lage auf dem Firmengelände gut zu überschauen. 2/4
    Von der Drehleiter aus ist die Lage auf dem Firmengelände gut zu überschauen. Foto: 
  • Ein Feuerwehrauto am Einsatzort. 3/4
    Ein Feuerwehrauto am Einsatzort. Foto: 
  • Ein Feuerwehrauto am Einsatzort. 4/4
    Ein Feuerwehrauto am Einsatzort. Foto: 
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Es ist Montagabend kurz vor 20 Uhr als die Meldung über den Brand in der Dreherei des Textilmaschinenherstellers Fongs Europe bei der Leitstelle eingeht. Während vielerorts Steaks auf dem Grill brutzeln und mit Bier auf den Sommer angestoßen wird, eilen zwei Löschzüge aus der Umgebung auf das Gelände der ehemaligen Then Maschinenfabrik. Bei gefühlten 40 Grad Celsius im Schatten steigen die Feuerwehrleute in ihre Schutzanzüge, setzen Atemschutzmasken auf, rollen Schläuche aus und bereiten sich auf den Kampf gegen das imaginäre Feuer vor, schreibt Roland Adrion von Fongs Europe in einer Pressemitteilung.

Eine Nebelmaschine verhindert eine klare Sicht

Unmittelbar nach dem Eintreffen der Mannschaften sind die ersten Feuerwehrmänner und die Feuerwehrfrau auch schon im Gebäude verschwunden, um Verletzte zu retten und Vermisste zu finden. Um das Szenario so realistisch wie möglich zu gestalten wird hierzu die Dreherei mit einer Nebelmaschine in ein gespenstisch-diffuses Licht getaucht. Die Feuerwehrleute sehen kaum die sprichwörtliche Hand vor Augen.

Die Verletzten sind schnell geborgen. So wird zusätzlich der Fall geprobt, dass ein Feuerwehr-Kamerad verletzt ist und gerettet werden muss. Schließlich sind alle Menschen und Attrappen gesichert, das Feuer unter Kontrolle. Um einen guten Überblick über den Status Quo der Rettung zu bekommen, wird die fast 30 Meter lange Leiter ausgefahren und die Liegenschaft von oben inspiziert.

Als die Feuerwehrleute ihre Atemschutzmasken wieder ablegen können, die verschwitzten Gesichter zum Vorschein kommen und die Sicherheitsanzüge den Bermudashorts weichen, zeigt sich Einsatzleiter André Trocha insgesamt zufrieden mit der Übung: "Die Verletzten wurden 15 bis 18 Minuten nach Eingang des Notrufs gerettet. Das ist in Ordnung."

Heinz Scheungraber, Leiter Finanzen und Verwaltung der Fongs Europe GMBH, begrüßte die Übung. Er freue sich bereits auf ein Wiedersehen - "aber nur zu Übungszwecken", signalisierte er augenzwinkernd.

Nachdem das fingierte Feuer gelöscht war, wurden die Akteure mit einer Brotzeit und kühlen Getränken für ihren Einsatz belohnt. Gegen 22 Uhr liegt über dem Gelände der Fongs Europe GMBH wieder hochsommerliche Ruhe. Nichts erinnert mehr an die dramatischen Augenblicke, die dort in den vorangegangenen Stunden nachgestellt worden waren.

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