Fenster in die Vergangenheit bleibt geöffnet

Auf ein paar Metern soll die Fichtenberger Hauptstraße, die nun zur Sanierung ansteht, unverändert bleiben. Damit man später sieht, wie's früher war.

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Ein Zuwendungsbescheid für die westliche Hauptstraße ist Anfang April noch ins Fichtenberger Rathaus geflattert. Am vergangenen Freitag konnte Bürgermeister Roland Miola im Gemeinderat bekannt geben, dass man nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft 97000 Euro für die Sanierung der Kanäle in der westlichen Hauptstraße erhalten werde - sofern spätestens am 1. Oktober mit den Arbeiten begonnen werde.

Davon kann man freilich ausgehen. Derzeit informiere man die Anwohner über die anstehende Sanierung und auch die Behinderungen, die dann zu erwarten sind, erläuterte Verbandsbaumeister Manfred Sonner. Auch bei der Scholz Recycling GmbH & Co. KG, die spätestens zum Sanierungsbeginn ihre derzeitige Zufahrt schließen muss, wird auf Hochtouren gearbeitet. Der Werkverkehr wird künftig die Brücke zur neuen L 1066 nutzen.

Offen ist noch, wie der Platz am westlichen Ende der Hauptstraße künftig aussehen soll. Man könnte für etwa 10000 Euro einen Kreisel aufpflastern, erläuterte Sonner, man könnte aber auch eine bepflanzte Insel schaffen und dort bei nach-oben-offenem Kostenrahmen auch ein Monument aufstellen. Da keine Zuschüsse zu erwarten sind, die Gemeinde in dieser Frage also frei und ohne Zeitdruck entscheiden kann, wurde beschlossen, vorerst nur eine Sperrfläche einzurichten. Nach der 1200-Jahr-Feier wird man sich dann erneut Gedanken machen.

Im östlichen Bereich der Hauptstraße hingegen soll auf einer Länge von etwa 15 Metern alles beim Alten bleiben. Man habe sich überlegt, auf diesem Abschnitt das Aussehen von Straße und Gehweg beim heutigen Stand zu belassen, sagte Sonner - neu asphaltieren werde man natürlich trotzdem. Noch ein Hinweisschild dazu - und fertig ist die Laube beziehungsweise das Fenster in die Fichtenberger Vergangenheit, die heute noch Gegenwart ist. Mathias Munz ließ sich noch versichern, dass sich dieses "Museumsfenster" nicht auf die Lebensqualität der Anwohner auswirken wird, ansonsten nahm der Gemeinderat nahm den Vorschlag zur Kenntnis.

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