FDP gibt sich kämpferisch

Kämpferisch und mit großem Optimismus geht die FDP in die letzte Phase des Bundestagswahlkampfes. In Fichtenberg warben Stephen Brauer und Hans-Ulrich Rülke für eine Politik "nur mit uns".

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    Bundestagskandidat Stephen Brauer (sitzend) und Harald Rülke. Fotos: Haring
  • Seit 25 Jahren in der FDP: Fritz Wahl. Hinten MdL Dr. Friedrich Bullinger. 2/3
    Seit 25 Jahren in der FDP: Fritz Wahl. Hinten MdL Dr. Friedrich Bullinger.
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Der Slogan "Nur mit uns" ist nicht nur das Wahlkampfthema der FDP schlechthin, sondern auch die Überzeugung des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Dr. Hans-Ulrich Rülke. Der Politiker zeigte bei seinem Auftritt in der Fichtenberger Krone zusammen mit dem Wahlkreiskandidaten Stephen Brauer auf, welche Regierungsoptionen er nach der Wahl für denkbar hält: Schwarz-Gelb oder Rot-Rot-Grün. Die Landtagswahl in Bayern, bei der die FDP zwei Tage später eine Schlappe hinnehmen muss, spielt an diesem Abend noch keine Rolle.

An eine Große Koalition glaubt der Oppositionsführer im Baden-Württembergischen im Gegensatz zu einem Großteil der Bevölkerung nicht. Dazu gebe es bei den Nicht-Regierungsparteien - vor allem zwischen den Grünen und der Linkspartei- zu viele gemeinsame Ansätze, erklärt Hans-Ulrich Rülke.

Auch dass der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel die Bemerkung von Kanzlerin Angela Merkel, die SPD sei unzuverlässig, als Beleidigung der deutschen Sozialdemokratie bezeichnet hatte, müsse man vor diesem Hintergrund verstehen. Sie sei ein Vorwand, um ein Alibi gegen eine Große Koalition zu suchen.

Mit Ironie und Sachverstand erörterte Rülke dann die Themen Steuerpolitik und Arbeitspolitik. Mit der FDP in der Regierung habe Deutschland vier gute Jahre erlebt, die fortgesetzt werden müssten. Die Politik der politischen Gegner führe hingegen zum Stellenabbau. Stephen Brauer hatte dazu auch gleich ein paar Beispiele von Unternehmen aus der Region parat. Anhand von Beispielen aus Baden-Württemberg zeigte er zudem auf, was die Bevölkerung bei einem Regierungswechsel erwarten darf: Die Durchsetzung von Projekten, die keiner will (Beispiel Naturpark Schwarzwald), Bevormundung beim Essen (Stichwort: Veggie-Day) und eine gleichmacherische Bildungspolitik: "Dann kann man in Zukunft mit der Geburtsurkunde auch gleich das Abiturszeugnis ausgeben."

Logisch auch das Fazit der beiden: "Nur mit uns" und einer starken FDP könne die erfolgreiche Politik fortgesetzt werden, könne eine Kanzlerin im Amt bleiben, die international anerkannt sei. Dem Kandidaten der SPD wurde hingegen in Anspielung auf den Stinkefinger, den er im Magazin der Süddeutschen Zeitung gezeigt hat, attestiert, die einfachsten Umgangsformen nicht zu kennen.

Und weil gar so viele FDP-Prominenz in Fichtenberg war - auch der Landtagsabgeordnete Dr. Friedrich Bullinger stand Rede und Antwort - wurde auch gleich noch eine Ehrung vorgenommen: Fritz Wahl aus Sulzbach-Laufen wurde für seine 25-jährige Zugehörigkeit zur FDP ausgezeichnet.

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