Faschingsgarde in Bühlertann profitiert von neuem Farbsystem bei Kärcher

Ein neues Farbsystem bei Kärcher unterscheidet Profi- von Endverbrauchergeräten. Die von Kärcher unterstützte Bühlertanner Garde Goldzauber bekommt neue Kostüme in Anthrazit.

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Bei der Einweihung des Kärcher-Logistikzentrums in Obersontheim zeigen FKB-Präsident Felix Pfitzer und Gardetrainerin Renate Wengert Kärcherchef Hartmut Jenner eine Stoffprobe und den Hut der neuen Goldzauber-Uniform. Die Bühlertanner Garde erhält farblich angepasste neue Uniformen mit Swarovski-Kärcheremblemen. Foto: Michaela Christ

Mit Schwarz-Gelb fing alles an. Im noch nachhallenden Champions League Finalrausch denkt mancher spontan an Borussia Dortmund. Doch das ist falsch. In Baden-Württemberg stehen die Farben für eine ebenso erfolgreiche deutsche Marke: Kärcher, Weltmarktführer in Reinigungstechnik. Dieser ist seit 1974 schwarz-gelb unterwegs, nachdem zum 40-jährigen Jubiläum die Firmenfarbe von blau auf gelb wechselte.

Mittlerweile wird der nächste Farbwechsel umgesetzt: Unverändert bleibt die Signalfarbe gelb. Daneben kennzeichnet Anthrazit die Profilinie. "Wir wollen dem Kunden mit den Farben eine Orientierung geben", sagt Hartmut Jenner (47), der Vorsitzende der Geschäftsführung der Kärcher-Gruppe. Und ergänzt lächelnd in Richtung Renate Wengert den eigens für die Linie kreierten Werbeslogan: "Profis glänzen in Anthrazit!" Die anthrazitfarbenen Reinigungsgeräte stehen hinter ihm, doch Jenner spricht nicht nur von ihnen.

Sophia Lang: Job bei Kärcher in Melbourne

Denn Renate Wengert (68) ist Gardetrainerin in Bühlertann, auch Trainerin der Garde Goldzauber, der sogenannten Kärcher-Garde. Diese tanzte ursprünglich als Garde Schwarz-Gelb, bis Roland Kamm 1995 bei der Prunksitzung ein Auge auf sie warf. Vielleicht waren es die Gardefarben, die den damaligen Geschäftsführer von Kärcher genauer hinschauen ließen, vielleicht auch das Niveau der Darbietung. Fakt ist, dass Kamm an diesem Abend beschloss, die Garde in das Sozialsponsoring des Unternehmens aufzunehmen. Die Erstinvestition des neuen Sponsors waren neue Uniformen.

Hartmut Jenners erster Kontakt mit der Garde war zwei Jahre später, im Februar 1997. Im Winter zuvor hatte er die Leitung für den Home & Garden-Bereich innerhalb der Kärcher-Gruppe übernommen und somit die Verantwortung für die Werke im Bühlertal. Erster offizieller Gemeindetermin war die 23. Prunksitzung.

"Es hat mir auf Anhieb gefallen. Was allein die Tatsache beweist, dass ich, obwohl ich kein Fastnachtsfanatiker bin, seither keine Prunksitzung versäumt habe", verrät der Kärcher-Chef. Und schwärmt vom Faschingspräsidenten Felix Pfitzer und dessen Büttelgeschichten. Doch Höhepunkt sei "seine Garde". Er lächelt, weiß natürlich, dass sie nicht ihm gehört. Weiß aber auch, welche Anerkennung er den Mädchen gibt durch das Kärcher-Sponsoring.

In Bühlertann lächelt seit Tagen noch jemand: Sophia Lang - sie geht nach Australien und arbeitet bei Kärcher in Melbourne. Das kam so: Die 18-Jährige tanzt seit zehn Jahren Garde und seit sechs Jahren bei Goldzauber. Und sie führt seit sechs Jahren Hartmut Jenner bei der Prunksitzung zur Ehrung auf die Bühne. Dabei erzählte ihm die Abiturientin diesen Februar, dass sie im Sommer nach dem Abi für ein Jahr nach Australien will. Er empfahl ihr, sich bei Kärcher zu bewerben. Das hat geklappt. "Ein ganzes Jahr bleibe ich aber nicht. Zur Prunksitzung bin ich zurück," sagt Lang und packt ihre Trainingssachen mit in den Koffer. Offensichtlich hat sie die Strategie des Unternehmens bereits verinnerlicht: "97 Prozent Arbeit, 2 Prozent Talent, 1 Prozent Glück." Ein Prozent Glück, das Sophia Lang jetzt nach Australien bringt. Ein Prozent Glück, das für die Garde Goldzauber neue Uniformen bedeutet. "Weil Profis in Anthrazit glänzen", freut sich der Kärcher-Chef auf den 15. Februar - den Prunksitzungssamstag.

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