Fanfarencorps Blaufelden feiert Jubiläum

In der Blaufelder Mehrzweckhalle galt es am Samstag gleich zwei musikalische Geburtstage zu feiern: Der Blaufelder Fanfarencorps zelebrierte sein 40- und der Landesverband sein 55-jähriges Bestehen.

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In seiner Begrüßung hatte Blaufeldens Bürgermeister Klaus Köger die Musiker des nunmehr 40 Jahre alten Fanfarencorps "die Hauskapelle der Gemeinde" genannt. "Das", freut sich der Vereinsvorstehende Karl-Heinz Schlecht, "ist ein Titel, an dem wir nicht schwer zu tragen haben." "Wir repräsentieren die Gemeinde eben auch sehr gern", fügt sein Stellvertreter Erich Heinold an, "egal ob bei Empfängen, kulturellen Ereignissen oder der alljährlichen Weihnachtsmarkt-Eröffnung."

Seit seiner Gründung am 12. Februar 1973 durch Wilhelm Hein (heute Stabführer), Lothar Grothe und Heiner Schlegelmilch besteht die enge Bindung zwischen Gemeinde und Fanfarencorps nun schon. Gebührend - das heißt mit großer Genrevielfalt in der Stückauswahl und mit sechs auftretenden Gastvereinen - wurde dieser Geburtstag am vergangenen Samstag nun gefeiert.

Bürgermeister Klaus Köger bemühte sich um eine kompakte Rede ("nach dem Motto: Kurze Reden, lange Würste") - ein Gebot, an das sich jeder Redner an diesem Abend hielt. So überbrachte Klaus Köger dem musikalischen Leiter und Stabführer Wilhelm Hein eine schriftliche Ehrung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Wilhelm Hein blickt als Gründungsmitglied auf 40 Jahre Vereinsarbeit zurück. Weiterhin wurden Wilhelm Pries und Roland Walther für ihre 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Gleichzeitig richtete der Blaufelder Fanfarencorps am Wochenende auch das 55. Jubiläum des "Landesverbands der Spielmanns- und Fanfarenzüge in Baden-Württemberg" aus. Als Anerkennung hierfür reichte Präsident Kurt Wetzel die Verbandsstandarte an die Blaufelder Fanfarenbläser weiter, die sie nun ein Jahr bei allen Auftritten präsentieren dürfen. Bevor sie, nach Art eines Wanderpokals, dem nächsten Gastgeber-Verein überlassen wird.

Der Rest des Abends war ganz den Darbietungen der Gastvereine des Jubiläums-Corps gewidmet. "Unser Repertoire ist für ein Fanfarencorps ziemlich untypisch, aber die große Vielfalt kommt beim Publikum gut an", erklärt Vereinsvorstand Karl-Heinz Schlecht. Das lässt sich ohne Weiteres auch von den Gästen behaupten. Die Blaufelder "Alpträume" stellten ihre Hörner zur Schau, die "Eibelstädter Guggenmusik" sorgte mit orientalisch angehauchten Kostümen für Aufsehen. Am Ende: tosender Applaus. "Das ist das Schönste", sagt Vize-Vorsitzender Erich Heinold lächelnd. "Bei Beifall lebt mein Herz richtig auf."

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