Etappensieg am Großglockner

Vor drei Jahren siegte Wolpertshausen bei der Feuerwehr-Weltmeisterschaft. Mit der Titelverteidigung hat es in diesem Jahr in Österreich nicht geklappt. Die Feuerwehrleute hatten trotzdem ihren Spaß.

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Feurwehrautos am Großglockner: Österreichs höchster Berg ist ein Austragungsort der Feuerwehr-WM. Privatfoto

Die Teilnahme an der Feuerwehr-Weltmeisterschaft ist für die Wolpertshausener zu einem festen Termin im Jahreskalender geworden. Jetzt sind neun Feuerwehrleute um Organisator Stefan Weihbrecht nach Österreich gereist, wo die Feuerwehr von Bruck am Großglockner die WM ausrichtete.

Drei Feuerwehroldtimer warem im WM-Einsatz: Das Sonder-TLF (Baujahr 1962), das kürzlich aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet worden war, außerdem ein LF8 (Baujahr 1984) das in Wolpertshausen noch aktiv im Einsatz ist, sowie der Oldtimer im Privatbesitz von Gerhard Weihbrecht.

Die WM begann mit der ersten Wertungsfahrt, dem Gleichmäßigkeitsfahren. Die Teilnehmer mussten anhand eines Plans vom Start aus mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28,5 Stundenkilometern zum Ziel fahren. Das war nicht einfach, weil im laufenden Verkehr sowie über Kreuzungen und Ampeln gefahren werden musste.

Der nächste Wettkampftag begann mit einem Höhepunkt: Der Fahrt auf den Großglockner. Das Ziel bei dieser Wertung ist es, am nächsten an die Durchschnittszeit aller Fahrzeuge zu gelangen. Gestartet wird auf einer Höhe von 1151 Metern. Dann führt die Strecke über 15,5 Kilometer und eine maximale Steigung von zwölf Prozent auf die Passhöhe auf 2506 Meter. Das gelang dem Wolpertshausener LF8 am besten: Das Fahrzeug verfehlte die die Durchschnittszeit nur um 16 Sekunden. Auf dem Großglockner machte die Feuerwehr Bruck eine Löschübung mit einer Dampfspritze von 1910. Das war bei dem Luftdruck auf dem höchsten Pass Österreichs eine Herausforderung.

Nachmittags mussten die Lenker das Geschicklichkeitsfahren an sechs Stationen absolvieren. An einer Station war zum Beispiel eine Gießkanne über ein Seilmechanismus mit dem Fahrzeug verbunden. Durch das Ziehen des Seiles musste eine 3,5 Liter große Menge in einen Eimer gegossen werden. In der Gesamtwertung aller Klassen erreichten die Wolpersthausener unter 54 Teilnehmern folgende Platzierungen: Das LF8 kam auf den sechsten Platz, Gerhard Weihbrechts Fahrzeug erreichte den 16. Platz, das Sonder-TLF den 35. Platz.

Info Der Autor Martin Brenner ist Öffentlichkeitsreferent der Wolpertshausener Feuerwehr.

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