Erweiterter Kindergarten in Langenburg eingeweiht

Die Kinder des evangelischen Kindergartens in Langenburg hatten gestern ihren ganz großen Tag. Zur Einweihung des Erweiterungsbaus spielten sie für die Gäste die Geschichte von Noah und seiner Arche.

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  • Vom Baustellendreck war nichts mehr zu sehen: Die Kinder spielen die Geschichte von der Arche Noah. Fotos: Erwin Zoll 1/3
    Vom Baustellendreck war nichts mehr zu sehen: Die Kinder spielen die Geschichte von der Arche Noah. Fotos: Erwin Zoll
  • Für den Kindergarten ist er noch nicht groß genug, aber dennoch verfolgt er die Einweihung höchst aufmerksam. 2/3
    Für den Kindergarten ist er noch nicht groß genug, aber dennoch verfolgt er die Einweihung höchst aufmerksam.
  • Kindergartenleiterin Barbara Schmelz verteilt nach dem Festgottesdienst Flachswickel an die Kinder. 3/3
    Kindergartenleiterin Barbara Schmelz verteilt nach dem Festgottesdienst Flachswickel an die Kinder.
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Dass die Darbietung der Kinder im Festgottesdienst breiten Raum einnahm, ist kein Zufall. "Wir feiern, dass die Kinder in unserer Stadt willkommen sind", hatte Pfarrer Ulrich Hermann zu Beginn als Devise ausgegeben. Und so durften die Kinder in ihren bunten Kostümen vorführen, wie Noah die Arche baut und dafür verspottet wird, wie die Tiere eines nach dem anderen an Bord gehen und der große Regen einsetzt, wie die Arche schließlich wieder auf festem Boden sitzt und ein Regenbogen das Ende der Sintflut verkündet.

"Was ist gut für unsere Kinder?" Diese Frage stellte Ulrich Hermann in den Mittelpunkt. Alle Anstrengungen zur Erhaltung der Welt müssten sich am Ende messen lassen "an unserer Einstellung zu den Kindern". Hermann wandte sich dagegen, Kinder immer früher auf die Erwachsenenwelt vorzubereiten, und betonte: "Fördern können wir unsere Kinder vor allem, wenn wir ihnen ihre Kindheit lassen." Kinder bräuchten die Natur, "mehr Matsch" und Raum für eigene Erfahrungen. Ausdrücklich lobte Hermann die Erzieherinnen, die auch während der Bauarbeiten jeden Tag mit den Kindern ins Freie gegangen seien. "Schuhe und Kleider waren mit Dreck verschmiert, aber die Kinder waren glücklich", sagte er.

Im Kindergarten, den die evangelische Kirchengemeinde als Träger in einem Gebäude betreibt, das der Stadt Langenburg gehört, gibt es jetzt unter anderem Platz für eine zweite Kleinkindgruppe. Bürgermeister Wolfgang Class würdigte ausdrücklich das Engagement der Kirchengemeinde Langenburg beim Ausbau des Kindergartens. Sie war bei der Finanzierung in die Bresche gesprungen, nachdem der Zuschuss des Landes geringer als erwartet ausgefallen war. 40.000 Euro, also zehn Prozent der Baukosten, hat die Kirchengemeinde übernommen - sichtbar in einem Scheck, den Marianne Mühlenstedt als Vorsitzende des Gesamtkirchengemeinderats Class überreichte. Class quittierte dies mit dem Versprechen: "Ich werde versuchen , künftig öfter in die Kirche zu gehen."

In der Summe haben das Land und der Bund 285.000 Euro zu dem Projekt beigesteuert. An der Stadt Langenburg als dem Bauherrn bleibt damit ein Eigenanteil von 75.000 Euro hängen.

Mit Kindergartenleiterin Barbara Schmelz nahm Class schließlich von Architekt Cornelius Eisert symbolisch den Schlüssel zum erweiterten Kindergarten entgegen. Barbara Schmelz wiederum hob hervor, dass Eisert die Ideen und Anregungen der Erzieherinnen aufgegriffen habe. Einen besonderen Dank richtete sie jedoch an die Eltern - dafür, "dass Sie Ihre verschmutzten Kinder jeden Tag wieder mit nach Hause genommen haben".

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