Erste Bustour: Eindrücke aus dem südlichen Landkreis

"Schlemmen mit Fernsicht" lautete das Motto und die Veranstalter ließen in dieser Hinsicht keine Wünsche offen: Blooz, Rhabarber-Ingwer-Eis und die Aussicht vom Altenbergturm. Die Tour war ausgebucht.

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Fünf Haltestellen hat es gebraucht, um die 45 Teilnehmer der Bustour abzuholen, die der Landkreis Schwäbisch Hall anlässlich seines 40-jährigen Bestehens in Zusammenarbeit mit dem Reiseservice Vogt aus Schrozberg veranstaltet. In Vellberg steigt Gästeführerin Petra Seeßle zu und verkündet sogleich, eine echte Vellbergerin zu sein. "Stimmt nicht!", ruft eine Stimme aus dem Bus und Seeßle muss gestehen: "Ja, ich bin in Ilshofen geboren, habe aber einen Vellberger erwählt."

Nichtsdestotrotz ist Seeßle, die seit neun Jahren als Hohenloher Gästeführerin arbeitet, ein Ausbund an Wissen - Wissen über historische Hintergründe, alte Anekdoten, Land und Leute und natürlich über Vellberg, erste Station der Tour. Im sogenannten Städtle schlendern wir unter dem Stadttorturm hindurch, blicken über die Mauern der Bastion ins Bühlertal und genießen die Stille der Schlosskapelle: Ein Kleinod, das bis in die 60er-Jahre als Keller genutzt wurde. "Erst dann entdeckte man die Wandmalereien und restaurierte die Kapelle", erklärt Petra Seeßle.

Bevor es zurück zum Bus geht, werden wir in den unterirdischen Wehrgang hinabgeführt - vermutlich der tiefste Punkt der Tour, jedoch nicht zu verwechseln mit dem Tiefpunkt. Einen solchen hat der Ausflug nicht zu bieten, nicht einen einzigen. Dafür aber einen höchsten Punkt: den rund 40 Meter hohen Altenbergturm in Sulzbach-Laufen. Gestärkt vom Blooz der Familie Schöll vom Schöllhof in Brunzenberg und dem selbst gemachten Rhabarber-Ingwer-Eis der Familie Wanner in Bühlertann, überwinden fast alle Teilnehmer die 201 Stufen bis zur Aussichtsplattform. Sogar der Hohenstaufen ist in der Ferne auszumachen.

"Das ist eine tolle Tour, die haben sich wirklich was einfallen lassen", schwärmt die Crailsheimerin Elisabeth Schimpf-Furian. Für sie steht fest, dass sie auch bei der vierten Tour durch den südwestlichen Landkreis dabei sein will.

Der Höhepunkt für die Mehrzahl der männlichen Teilnehmer ist die Betriebsbesichtigung des Obersontheimer Werkes der Firma Kärcher. Ein 78 Jahre altes Unternehmen, das mit Hochdruckreinigern berühmt wurde. Der Untermünkheimer Werner Krippner freut sich darüber ganz besonders, ist er doch unerwartet auf die Teilnehmerliste gerutscht, nachdem jemand anders abgesagt hatte. "Das ist schon interessant, wenn man die ganzen Maschinen so sieht", meint er. Und mit was wird bei Kärcher wohl geputzt? Na logisch.

Es gibt noch freie Plätze bei den Touren durch den Kreis
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