Erst Winter, dann Frühling Wetterrückblick auf den Dezember

"Stimmungsvoller hätten die ersten zwei Adventswochenenden mit viel Schnee nicht sein können. Dann gab es Weihnachten fast frühlingshafte Temperaturen." So beschreibt Martin Melber den Dezember.

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Der Dezember hatte zwei sehr unterschiedliche Gesichter, schreibt Wetterexperte Martin Melber von der privaten Wetterstation Westheim in seinem Bericht. Die erste Monatshälfte war von kalter, winterlicher Witterung geprägt. Bis zum 13. gab es an fünf Tagen Dauerfrost. Bis zum 21. Dezember lag in Westheim an 16 Tagen eine bis zu 14 Zentimeter hohe Schneedecke. Auf den Anhöhen der Limpurger Berge und dem Mainhardter Wald wuchs die Schneedecke teilweise auf über 30 Zentimeter an.

Doch dann kam in der zweiten Monatshälfte das berühmte Weihnachtstauwetter - eine der häufigsten wiederkehrenden Wetterlagen im Jahr - und lies den Schnee schnell dahin schmelzen. Dazu kam der wärmste Heiligabend seit Messbeginn 1985 (an der Station Westheim) mit 13 Grad und Sonnenschein. An anderen Stationen des Deutschen Wetterdienstes wurden neue Jahrhundertwerte gemessen.

Die Monatshöchsttemperatur wurde am 1. Weihnachtstag mit 16,8 Grad Celsius notiert, nur ein Zehntel unter dem bisherigen Dezemberrekord vom 12. 12. 2000 mit 16,9 Grad. Die Monatstiefsttemperatur wurde am 13. mit -14,9 Grad abgelesen, über der Schneedecke waren es am selben Tag -18,6 Grad. Beides waren aber keine Rekordwerte.

An 14 Tagen gab es Luftfrost, an 17 Tagen Bodenfrost. Während es um Weihnachten herum schon vereinzelt die Palmkätzchen zu blühen wagten, blieb auch die Silvesternacht trocken und mit Temperaturen um den Gefrierpunkt günstig für Feiernde und Feuerwerk.

Die Monatsmitteltemperatur war dank der im Schnitt deutlich zu warmen zweiten Monatshälfte auch im Plus. Melber errechnete ein Mittel von 2,2 Grad, gegenüber dem langjährigen Vergleichswert von 0,4 Grad ist das um 1,8 Grad zu warm.

Selten war der Dezember so niederschlagsreich: an 26 Tagen fielen insgesamt 171,7 Liter pro Quadratmeter. Das sind 215 Prozent des Solls von 80 Liter. Laut der Westheimer Statistik gibt es nur noch drei nässere Dezember und zwar 1999 mit 193 Litern, im Vorjahr 2011 mit 207 Litern und 1993 mit 249 Litern. Damals entstand daraus das Jahrhunderthochwasser und überflutete Teile des Haalplatzes in Hall.

Es gab fünf Tage mit Starkniederschlag, die größte Tagesmenge fiel am 27. mit 25,3 Liter je Quadratmeter. Unter sonstigen Beobachtungen erwähnt Melber zwei heitere und 20 trübe Tage; an drei Tagen gab es Nebel und am 13. stellenweise gefährliches Glatteis. Den Monat über fielen aufsummiert 25 Zentimeter Neuschnee. Die Sonne schien etwas weniger als im Schnitt.

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