Eröffnungstag der Verbraucher-Messe: Von Wasserschloss bis Waterkant

Am Freitag war Auftakt bei der achten Auflage der HAM: Heute und morgen präsentieren 230 Aussteller einen Querschnitt ihrer breiten Produktpalette. Das HT hat schon mal hingeschaut.

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Sage noch einer, Schwäbisch Hall und Crailsheim seien nicht zur Zusammenarbeit fähig! Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund machts vor. Am gemeinsamen Stand beraten die Vorsitzenden Joachim Bass und Hans-Peter Sochacki Seite an Seite. "Wir ergänzen uns prima", lässt der Crailsheimer H&G-Chef Sochacki wissen. 900.000 Mitglieder hat der Verein bundesweit. Rund 1800 sinds in Hall, 980 in Crailsheim. "Die Tausender-Marke wollen wir dieses Jahr knacken", kündigt Sochacki an.

Das "Wundermesser" der "Cucina Italiana" hat Anita Schiefer schon vor Jahren überzeugt. Seitdem tingelt sie mit dem Produkt - "nebenberuflich" - über Messen und Märkte. Was es kann? "Ha, es produziert bayrische Sushi", lässt die vom Tonfall her eindeutig als Bayerin zu lokalisierende Dame vernehmen. Schön zu wissen. Weit interessanter findet der Pressemensch, wieviel Gemüse an solch einem gewöhnlichen Messetag verschnippelt wird. Die Antwort überrascht: "20 bis 25 Kilo." Und was geschieht damit? "Leider gibt es nur wenige Landwirte, die mir das abnehmen - also landet das Meiste im Müll", sagt Anita Schiefer. Schade. Tipp ans Publikum: Von Frau Schiefer schälen lassen und mitnehmen!

Zum erstenmal auf der HAM zu verorten ist Steffen Knödler mit seinem Team. Das Wasserschloss Erkenbrechtshausen als Event-Location ("Immer mehr Hochzeiten") vertritt er einerseits, die Ingenia Projects GmbH & Co. KG als Investor und Entwickler im Energiesektor andererseits. Da bleibt es nicht aus, dass die Mitarbeiter regelmäßig auf die Prokon-Pleite angesprochen werden. Keine schlechte Gelegenheit, auf alternative Finanzierungsmodelle aufmerksam zu machen. Merke: Jedes Ding hat zwei Seiten.

Einen Bürgermeister wie Roland Wurmthaler, den habe er noch nie gesehen, wurde Dieter Link nicht müde, den Ilshofener Schulz über den grünen Klee zu loben: "Der legt sogar selber Hand an und baut seinen Gemeindestand auf." Ob sich Wurmthalers Kollege aus dem bayerischen Schnelldorf ebenfalls am Stand seiner Kommune blicken lässt, steht dahin. Es täte ihm sicher nicht schlecht, denn im März steht seine Wiederwahl an. Und win wenig Publicity kann nie schaden. Die Schnelldorfer werben übrigens außer für ihren Gewerbestandort "Interfranken" auch fürs Streuobst-Genossenschaftsprojekt "Safthaisle". Und mit dem Namen ist in keinem Fall das Rathaus gemeint. . .

Wenig auskunftsfreudig war die Standbesetzung beim Allgemeinen Deutschen Automobil-Club, gemeinhin als ADAC bekannt. Zwar wollten die Herren durchaus über die Mitgliedschaft in Autofahrerclubs und über das persönliche Fahrverhalten informiert werden, doch die Gegenfrage, wies denn nun um die Glaubwürdigkeit des mit knapp 19 Millionen Mitgliedern größten deutschen Vereins steht, mochten sie gar nicht beantworten: "Da ist die Pressestelle in München zuständig." Glauben wir gern. War ja nur mal ein Versuch. . .

Die gefühlt weiteste Anreise hatten Michael Fleddermann und Phillipp Grunemann, die direkt von der Insel Wangerooge kamen. Was sie mit ihrem ersten Auftritt auf der HAM bezwecken? "Natürlich viele Gäste auf unsere schöne Insel locken", erklärte Fleddermann - übrigens mit unverkennbar küstendeutschem Timbre.

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