Endlich ein Jugendreferent

In Langenburg wurde etwas geschafft, das "zwischen Bodensee und Main" einmalig sei, wie es der CVJM-Vorsitzende Christlieb Susenbeth formuliert: Im Städtchen arbeitet ein hauptamtlicher Jugendreferent.

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Vier Chefs und ein neuer Mitarbeiter: CVJM-Vorsitzender Christlieb Susenbeth, Kirchengemeinderats-Vorsitzende Beate Schumm, Jugendreferent Sigurd Waldmann, Pfarrer Ulrich Hermann sowie Grundschul-Rektor Bernd Jakob. Foto: mm

Das ist außergewöhnlich für eine so kleine Gemeinde: Am Sonntag wurde Sigurd Waldmann, der neue Jugendreferent, im Gottesdienst in sein Amt eingesetzt. Angestellt ist Sigurd ("Siggi") Waldmann beim CVJM (Christlicher Verein junger Menschen), der schon seit mehr als 30 Jahren das Ziel hatte, einen Hauptamtlichen einzustellen. Der CVJM-Vorsitzende stellt seinen neuen Mitarbeiter der Gemeinde mit einem Interview vor: Geboren 1983, aufgewachsen in Bossendorf in der Rothenburger Landwehr, war er zunächst Bankkaufmann. Sigurd Waldmann engagierte sich schon früh bei den Aktiven Jungen Christen in Blaufelden.

Er beschloss, seinen Lebensweg radikal zu ändern und besuchte die Bibelschule in Adelshofen. Dort bildete er sich zum Jugendreferenten aus. Seine erste Anstellung fand er 2009 in Sonneberg in Thüringen. Seit 2007 ist er verheiratet. Mit seiner Frau Olga hat er zwei Töchter, Annika und Elisa. Er ist fußballbegeistert und aktiver Spieler.

Nachdem die Gemeinde so auf launige Art und Weise ins Bild gesetzt worden ist, nimmt ihm Pfarrer Hermann das feierliche Gelöbnis ab, bevor er ihn einsegnet. Darauf folgen Grußworte der Langenburger Kirchengemeinderatsvorsitzenden Beate Schumm und des Grundschul-Rektors Bernd Jakob.

Dass sich eine kleine Stadt einen eigenen Jugendreferenten leisten kann, hängt eng mit der engagierten Jugendarbeit des CVJM zusammen. Er stemmt 50 Prozent der Kosten, 25 Prozent übernimmt die Stadt, 25 Prozent die Gesamtkirchengemeinde, wobei dieser Betrag nochmals zur Hälfte vom Projekt Kirche-Jugendarbeit-Schule des evangelischen Jugendwerks in Württemberg getragen wird.

Diese Lösung sichert die Stelle auf mindestens vier Jahre. Sigurd Waldmann wird seine Arbeitskraft gemäß den Anteilen der Kostenträger verteilen. So wird er der Grundschule für die Ganztagesbetreuung zur Verfügung stehen, der Kirchengemeinde für die Konfirmanden, und vor allem wird es seine Aufgabe sein, die Jugendarbeit in der Stadt zu koordinieren und zu organisieren. So gab es nach dem Gottesdienst allseits zufriedene Gesichter - bei Siggi Waldmann sowieso. Er freut sich, dass er wieder im heimischen Hohenlohe gelandet ist.

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