Eltern werden einbezogen

Der Kindergarten in Westheim muss dringend erweitert werden. Ursachen sind steigende Kinderzahlen und mehr Bedarf bei der Ganztagesbetreuung.

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Die Ganztagesbetreuung von Kindergartenkindern verlangt auch in Westheim nach mehr Räumen. Zudem leben immer mehr Kleinkinder in der Gemeinde Rosengarten. Der Kindergarten soll nun ausgebaut werden. Archivfoto: Ufuk Arslan

Beide Entwicklungen seien erfreulich, sagte Rosengartens Bürgermeister Jürgen König. Mit dem Betreuen von Kindern unter drei Jahren (U3) begann die Gemeinde im Jahr 2007. Jetzt seien die 30 Plätze voll belegt. Die künftige Betreuungsquote soll bei 45 Prozent liegen, jetzt sind es 38 Prozent. Zwei weitere U3-Gruppen sollen aufgebaut werden.

Für die Kinder über drei Jahren (Ü3) gibt es in Westheim 85 Plätze, in der ganzen Gemeinde sind es 166. Auch hier werden in Westheim zwei weitere Gruppenräume gebraucht. Bei der Ganztagesbetreuung von 7 bis 17 Uhr gehöre die Gemeinde zu den Spitzenreitern im Landkreis, betonte der Bürgermeister. Jetzt gebe es eine Überbelegung mit 15 Kindern, zehn stünden auf der Anmeldeliste. Dieser Bedarf bestätige sich bis zum Jahr 2020.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde von Fachbereichsleiter Jürgen Harant auf zwei bauliche Varianten, vertikal oder horizontal, verwiesen. Architekt Matthias Kraft stellte sie vor. Der Rat entschied sich für eine Machbarkeitsstudie der vertikalen Baumöglichkeit. So soll ein neues Gartengeschoss mit vier Gruppen- und Nebenräumen im Westheimer Kindergarten entstehen. Jeweils zwei der U3- und Ü3-Gruppen sollen im bisherigen Erdgeschoss und weitere zwei U3 und Ü3 im neuen Gartengeschoss untergebracht werden.

Das Baugesuch soll im ersten Halbjahr 2014 erarbeitet werden. Eingebunden wird die Fachreferentin Anke Weinreich vom evangelischen Landesverband "Tageseinrichtungen für Kinder". Die abschließende Beschlussfassung soll im Juli 2014 erfolgen.

Einen Antrag auf Zuschuss aus dem Ausgleichstock wird die Verwaltung im Januar 2014 stellen. Zudem will die Gemeinde einen Antrag auf Fachförderung einreichen. Der Ausbau des Kindergartens soll ein Jahr dauern.

Für die Übergangszeit ist zunächst vorgesehen, die freien Gruppenräume im Kindergarten Rieden für die Kinder aus Westheim zur Verfügung zu stellen. Die Eltern sollen in den Prozess eingebunden werden, damit eine Übergangslösung erarbeitet werden kann.

Der Gemeinderat stimmte dem Bedarf, der Machbarkeitsstudie, der weiteren Vorgehensweise und dem Erarbeiten einer Übergangslösung mit den Eltern zu.

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