Eine Rolex aus Afrika

Nein, Rolex steht in diesem Fall nicht für eine Markenuhr, sondern ist die Abkürzung der Afrikaner für "rolled eggs". Diese Leckerei vom schwarzen Kontinent kommt bei Judith Wollmershäuser auf den Teller.

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  • So sieht die Wrap-ähnliche Speise aus, die Judith Wollmershäuser unter dem Namen Rolex - "rolled eggs" - in Afrika kennengelernt hat. Foto: Karolin Oesterle 2/3
    So sieht die Wrap-ähnliche Speise aus, die Judith Wollmershäuser unter dem Namen Rolex - "rolled eggs" - in Afrika kennengelernt hat. Foto: Karolin Oesterle
  • Judith Wollmershäuser (19) aus Untersontheim macht zur Zeit ein Pflegepraktikum im Diakonie-Klinikum. Privatfoto 3/3
    Judith Wollmershäuser (19) aus Untersontheim macht zur Zeit ein Pflegepraktikum im Diakonie-Klinikum. Privatfoto
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Fünf Monate leistete Judith Wollmershäuser aus Untersontheim ihren Freiwilligendienst bei Waisenkindern in Uganda, wo sie nicht nur Einblicke in die Kultur, sondern auch in die Kulinarik erhielt. An einem klapprigen Holzstand auf der Straße - nahe ihrer Arbeitsstelle - holten sie oder eine Kollegin die eingerollte Köstlichkeit. Meistens in besonders großer Zahl, wenn das afrikanische Essen den westlichen Geschmacksknospen mal nicht entsprach, oder als Snack zwischendurch. "Beim ersten Mal kostete es schon Überwindung, vom Straßenrand zu essen, denn man weiß schließlich nicht, wie hygienisch unser Rolexmann gekocht hat", erzählt die 19-Jährige lächelnd. Am Ende konnte sie der Versuchung aber nicht widerstehen.

Die Spezialität "rolled eggs", kurz Rolex, wird zwar auch in edlen Restaurants angeboten, oft verfeinert mit Salat oder auf mexikanische Art; am weitesten verbreitet sind aber die kleinen Stände, wie der des Rolexmannes. "Da dieser kaum Englisch verstand geschweige denn sprach, mussten wir die Bestellung immer mit Händen und Füßen aufgeben und hoffen, dass er uns richtig verstanden hat." Die erste Rolex schmeckte Judith gar nicht gut, "total fad und ungewürzt". Deshalb sei es wichtig, bei der Zubereitung das Salz nicht zu vergessen. Die Teigfladen, die sogenannten "Chapati", kommen ursprünglich aus Indien, und bestehen aus Mehl, Wasser, etwas Öl und Salz. "In Uganda hackt man nach Belieben auch noch Zwiebeln oder Karotten klein und mischt sie unter", erklärt Judith, die zurzeit ein sechswöchiges Medizinpflegepraktikum im Diakonie-Klinikum macht und für ihre Familie die afrikanische Spezialität nachkocht. Die kreisrunden Fladen werden mit Öl in einer Pfanne auf beiden Seiten goldbraun gebacken. Für die Füllung des Wrap-ähnlichen Teiggebäcks bereitet man Rührei zu und schneidet etwas Kohl und Tomaten in feine Stückchen. Und, ganz wichtig: Vor dem Einrollen das Salz nicht vergessen.

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