Eine Oase für die Gesundheit

AOK stellt Zentrum für die gesundheitliche Vorsorge bei einem Tag der offenen Tür vor. Am Standort Schwäbisch Hall  werden sechs Millionen Euro investiert.

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Der Geruch der Farbe ist kaum noch wahrzunehmen. Die großzügigen Räume wirken mit dem hellgrünen Bodenbelag, den weißen Wänden und den riesigen Spiegelflächen an den Stirnwänden im Gymnastikraum einladend. Das Werk ist gelungen. Das Gesundheitszentrum der AOK ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlen und auch selbst viel für das eigene Wohlsein beisteuern kann. Davon überzeugen sich am Freitagabend auch die geladenen Gäste, viele aus den Bereichen Politik und Medizin. Allentwegen sind anerkennende Kommentare zu vernehmen.

„Wir setzen Maßstäbe“

„Die AOK ist seit 134 Jahren in Schwäbisch Hallt“, sagt Michaela Lierheimer, Geschäftsführerin der AOK Heilbronn-Franken, bei der Begrüßung. Sie macht deutlich, dass sich die „Gesundheitskasse“, wie sich die Krankenkasse selber nennt, bereits seit den 80er-Jahren in der Gesundheitsförderung engagiert. „Mit dem Gesundheitszentrum setzen wir Maßstäbe. Keine andere Kasse bietet das für ihre Kunden an“, macht sie Werbung in eigener Sache. Die AOK gebe schon jetzt pro Mitglied 5,42 Euro für Präventionsmaßnahmen im Jahr aus, die Mitbewerber 3,17 Euro. Jetzt fordere der Gesetzgeber, diesen Betrag auf sieben Euro zu erhöhen. Das falle der AOK leicht.

Sie rechnet vor, dass sich Prävention lohnt. Bei Rückenerkrankungen spare die AOK pro Teilnehmer an einer Schulung 544 Euro an medizinischen Kosten. Hinzu komme ein volkswirtschaftlicher Nutzen von 1307 Euro, da krankheitsbedingte Ausfallzeiten entfielen. Und die Menschen würden einen Zugewinn an Lebensqualität erfahren.

„Das ist ein freudiges Ereignis“, sagt Erste Bürgermeisterin Bettina Wilhelm. „Und es ist ein Bekenntnis für den Standort Hall“, fährt sie fort. Für Prävention könne man gar nicht genug ausgeben. „Wir können auf unsere Krankenkassen stolz sein“, meint sie mit Blick auf die Situation in den USA. Beim betrieblichen Gesundheitsmanagement sei die AOK Partner der Stadt. Wie Gesundheitsförderung praktisch aussieht, zeigen Katja Lehnert und Sandra Wittmann.

Beim Tag der offenen Tür nutzen am Samstag zahlreiche Menschen, die meisten von ihnen um die 50 plus, die Möglichkeit, einen Blick in das neue Zentrum zu werfen. So wie Wolfgang Scheufele (64) aus Hall. Er hat vor einiger Zeit bereits zwei Kurse zur Stärkung des Rückens hinter sich. Als Außendienstmitarbeiter der Stadtwerke habe sein Rücken beim ständigen Ein- und Aussteigen ins Auto gelitten. „Mir hat’s gutgetan“, sagt er voller Überzeugung. „Das ist empfehlenswert“. Das Gesundheitszentrum kommt bei ihm „sehr positiv“ an. „Das ist kein Vergleich zu den alten Räumen“, lautet sein Urteil.

In der hochmodernen Küche schauen sich Theresia Woitke (70) und ihr Mann Ernst um. „So eine schöne Küche habe ich zu Hause nicht“, lässt sich die Riedenerin entlocken. „Es ist schön geworden“, sagt sie und freut sich über die „erfrischend grünen“ Farbtöne.

Das Angebot im AOK-Gesundheitszentrum in der Unterlimpurger Straße 15 umfasst Bewegung, Rückentraining, Entspannung und Ernährung. 500 Quadratmeter stehen dafür zur Verfügung. 18 Fachkräfte betreuen die Versicherten in den Fitnessräumen sowie im Kochstudio. Die größte Einheit ist mit gut 100 Quadratmetern das Rückenstudio. An den bewährten Geräten kann die Rückenmuskulatur gestärkt werden. Fahrrad-Ergometer und ein Crosstrainer ermöglichen Fitnesseinheiten für das Herz-Kreislauf-System.

Im modernen Kochstudio können pro Kurs zwölf Interessierte lernen, wie gesund gekocht wird. Besonders gefragt sind aktuell die leichte Festtagsküche, ebenso die Mittags- und Abendküche, erläutert Ernährungsberaterin Elvira Föll. Auch Kinderkochkurse werden gut angenommen. Die Zutaten stellt die AOK. Das Gekochte wird dann zusammen verspeist.

Etwa sechs Millionen Euro will die AOK in die Sanierung der Gebäude in Schwäbisch Hall investieren. Drei Millionen Euro davon hat das untere Gebäude mit dem Gymnastikzentrum, in dem sich oben Büroräume befinden, verschlungen. Das Gebäude wurde komplett entkernt und neu gestaltet. Die Planung liegt in den Händen von Architekt Lorenz Kraft. Als nächstes Gebäude ist das Fachwerkhaus an der Reihe, dann folgt das Hauptgebäude, erklärt Pressesprecher René Schilling. kor

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