Eine große Portion Zufriedenheit

Gedanken zum Sonntag von Gemeindereferent Frank Schien, Seelsorgeeinheit Oberes Bühlertal

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"Der April macht, was er will!" So heißt es meist, wenn der April so ist, wie er in diesem Jahr war. So gut wie alles war wettermäßig mit dabei: Sonne, Regen, Wolken, Sonne und wieder mal Regen. Hier und da soll es auch gewittert und gehagelt haben, und laut Wetterbericht hat es in den Bergen auch geschneit. Ein April wie aus dem Bilderbuch!

Doch es gibt auch Stimmen, die das ganz anders sehen. Stimmen, die meinen, es war ein mieser April, zu viel Regen, zu viel Wolken und zu wenig Sonne. Zugegebenermaßen war der April im letzten Jahr einer der schönsten, die ich bisher erlebt hatte: Sonne pur, Hitze zum Umfallen. Nach einem kalten Winter gerade das Richtige, um wieder aufzutanken und aufzuleben.

Doch hat es auch seinen Sinn, wenn der April so ist, wie er in diesem Jahr war. Unser Kreislauf kann sich gemächlich an das sommerliche Klima gewöhnen, genauso der Kreislauf der Natur. Wie wichtig ist gerade im Frühling der Regen, der - zusammen mit der Sonne - neues Leben schenkt. Im letzten Jahr gab es zwischen Winter und Sommer kaum eine Übergangszeit. Auf die Kälte folgte die Hitze, der Regen blieb aus. So gesehen schon schön - Urlaubsstimmung kam auf - auf der anderen Seite brachte der April 2011 die Natur zum Erliegen. Der Wachstumsschub blieb aus. So ziemlich jeder hat den Regen herbeigesehnt.

Wie vergesslich wir Menschen doch manchmal sind. Sorgt der April für ein neues Leben in der Natur, sind wir nicht zufrieden und wollen mehr Sonne, und wäre es das Wetter wie im letzten Jahr, würden wir uns wieder nach dem Regen sehnen.

Manchmal wünsche ich mir, dass wir zufriedener mit uns, mit den anderen und der Welt wären.

Zufriedenheit darf man natürlich nicht gleichsetzen mit Gleichgültigkeit, wenn mir alles egal ist, wie es ist, und ich mich auch nicht für etwas, das mir missfällt, einsetze. Sondern man kann die Zufriedenheit eher mit der Gelassenheit vergleichen - es wird schon so passen, wie es ist, und ich lasse die Dinge einfach einmal auf mich zukommen, ohne alles vorher genau geplant zu haben!

Diese Zufriedenheit schließt auch mit ein, dass ich auf Gott vertraue, dass das, was er macht, gut ist und einen Sinn macht, auch wenn ich diesen Sinn erst viel später begreife.

Für die kommende Woche wünsche ich Ihnen allen eine große Portion Zufriedenheit!

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