Eine Grippewelle ist nicht in Sicht - Impfung wirkt

Es gibt es keine Anzeichen für eine Grippewelle in der Region. Das Gesundheitsamt des Landkreises vermutet, dass die Grippeschutzimfpung besonders wirksam ist. Besondere Vorsicht ist bei Risikogruppen gegeben.

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Im Krankheitsfall sollte man zuhause bleiben und sich auskurieren.  Foto: 

Bei der Bahn sind in der vergangenen Woche Züge ausgefallen, weil zu viele Lokführer an der Grippe erkrankt sind. Ein Sprecher sagte sogar, dass es "außerordentlich viele Krankmeldungen" gegeben habe (wir berichteten). Das Landesgesundheitsamt spricht in diesem Zusammenhang davon, dass es bislang seit Jahresbeginn in Baden-Württemberg 481 grippebedingte Krankheitsfälle gegeben habe - drei grippebedingte Todesfälle seien bis jetzt gezählt worden.

Im Landkreis Schwäbisch Hall sind aber keine Anzeichen für eine Grippewelle auszumachen. "Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 11. Februar sind uns acht Menschen mit nachgewiesener Influenza gemeldet worden", sagt Dr. Eva König, Leiterin des Gesundheitsamts. Es handele sich um drei Fälle mit Influenza Typ A 3 und einen Fall mit Typ B 1. Bei vier Fällen sei keine klare Bestimmung möglich gewesen. "Es gibt sicher noch viel mehr Influenza-Fälle, aber es wird nicht bei allen ein spezifischer Abstrich gemacht", erklärt König.

Bislang sind die Zahlen also moderat. "Möglicherweise ist die Grippeschutzimpfung in dieser Saison besonders wirksam. Es gab zwei verschiedene Impfstoffe, einen sogenannten trivalenten und einen sogenannten tetravalenten mit einer zusätzlichen vierten Komponente des Typ B-Virus", führt König aus. Die Wirksamkeit der Grippeschutzimpfung hänge von vielen Faktoren ab. Wesentlich sei, inwiefern die im Impfstoff enthaltenen Virusstämme mit den zirkulierenden Influenzavirusvarianten übereinstimmten.

Eine Grippewelle tritt meist nach dem Jahreswechsel auf, weiß König. Sinnvoll sei daher eine Impfung im Oktober oder November - es dauere dann zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut sei. "Viele Menschen lassen sich zu Beginn des Jahres noch impfen. Das ist sinnvoll, wenn die Grippewelle noch nicht eingesetzt oder gerade erst begonnen hat", so König.

In der vergangenen Grippesaison war die Altersgruppe über 60 Jahren besonders von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Große Menschenansammlungen und Gruppen, die eng aufeinander wohnen, sind außerdem immer Risikogruppen für Erkrankungshäufungen. Einen Sonderfall gibt es für das Gesundheitsamt zudem durch die Flüchtlinge. "Asylsuchende haben bei einem durch die Flucht oftmals reduzierten Allgemeinzustand und Unterbringung in Gemeinschaftseinrichtungen ein potenziell erhöhtes Risiko, sich mit den entsprechenden Erregern zu infizieren", erklärt König. Eine eingeschränkte Immunabwehr begünstige Infektionen, außerdem bestehe bei den Asylsuchenden meistens kein Impfschutz.

Wissen, was schützt:

Auf www.infektionsschutz.de informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) über einfache Hygienetipps, die helfen, das Ansteckungsrisiko zu verringern:

Tipp 1 Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife.

Tipp 2 Husten und Niesen in die Ellenbeuge oder ein Taschentuch.

Tipp 3 Abstand halten zu erkrankten Personen.

Tipp 4 Regelmäßiges Lüften von Räumen.

Tipp 5 Im Krankheitsfall zu Hause bleiben und sich auskurieren.

PM

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