Ein Riecher für gutes Wasser

Die Gewässerwarte des Angelsportvereins Honhardt können die Wasserqualität mit einem neuen Labor bestimmen. Das nötige Handwerkszeug vermittelten Kurse beim Verband für Fischerei und Gewässerschutz.

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Die Gewässerwarte Klaus Gronbach (links) und Christian Scherer vom Angelsportverein Honhardt untersuchen die Qualität eines Gewässers. Privatfoto

Gewässerwart Klaus Gronbach leistet mit seinen drei ehrenamtlichen Kollegen das ganze Jahr über wertvolle Arbeit, auf die man heutzutage im Rahmen der Fischerei und des Gewässerschutzes nicht mehr verzichten kann.

Zur regelmäßigen Untersuchung und Beurteilung der Wasserqualität in den Vereinsgewässern mit dem biologischen und dem neu angeschafften chemischen Untersuchungslabor ziehen die Gewässerwarte an unterschiedlichen Stellen im Gewässer Proben.

Die Bestimmung des Sauerstoffgehaltes des Wassers, die Belastung zum Beispiel mit Nitrat, Nitrit und Ammoniak sind hier die Aufgaben. Manchmal verrät auch der Geruch des Gewässers oder das Aufsteigen von Bläschen, dass sich Faulschlamm und -gase bilden. Faulschlamm im Übermaß erstickt die Kleinlebewesen und den Fischlaich. Spätestens dann schrillen die Alarmglocken und der Fachmann muss handeln - und eventuell muss ein künstlich angelegtes Gewässer saniert werden.

Christian Scherer hat sich vor Kurzem bei einem Kurs für Wasserpflanzen und Fischereikontrolle weitergebildet. "Oft erkennt man schon am Geruch des Wassers und den Wasserpflanzen, wie gut die Qualität ist", sagt Scherer. So wirken die Gewässerwarte durch ihre Kontrollen mit, die Fischpopulationsentwicklung auf guten Grundlagen zu planen und zu überwachen. Dazu zählt auch die Ausarbeitung von Fischbesatzkonzepten und Plänen für die Wiederansiedlung von bedrohten Fischarten, die auf der "Roten Liste" stehen.

Die Gewässerwarte prüfen sehr genau, bis es zu einer Empfehlung kommt, welche Fische in welchen See und welchen Bach eingesetzt werden, neben der Beachtung von gesetzlichen Vorschriften. Die Aufgabe des Gewässerwarts ist es, das ökologische Gleichgewicht in einem Fischgewässer zu erhalten und zu verbessern. Er kümmert sich auch um den Erhalt oder die Verbesserung von Laichplätzen und Rückzugszonen.

Dass sich auch entlang der Jagst, von Ellwangen bis zur Mündung in den Neckar, weitere Verbesserungen durch die EU-Wasserrahmenrichtlinien ergeben, erfuhren die Vertreter des Vereins für die Gemeinde Frankenhardt dieser Tage bei der Öffentlichkeitsbeteiligung in Kupferzell. "Liegt etwas im Argen, dann können wir Behörden und Gewässereigentümer sofort verständigen - unsere Kenntnisse sind für Verpächter genauso wichtig wie für den Verein und die Gewässer mit ihrer Flora und Fauna", sagt Klaus Gronbach. Info Nähere Informationen gibt es unter www.asv-honhardt.de.

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