Ein Matchbox-Auto löst Begeisterung aus

Von ihrer Arbeit für die Hilfsorganisation "Uppahar" in Indien hat die Entwicklungshelferin und Sozialarbeiterin Annegret Pani kürzlich bei einem Vortrag im Gemeindehaus in Blaufelden berichtet.

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Beim Vortrag in Blaufelden (von links): Annegret und Rajat Pani, Dekan Siegfried Jahn (Vorsitzender Förderverein Deutschland) und Peter Wieland (mit seiner Frau Gründer des Fördervereins). Privatfoto

Ein Matchbox-Auto löst Begeisterung aus. Für die 52 Jungen im Kinderheim von "Uppahar" ist es das Größte, als jeder ein kleines Auto zum Spielen bekommt. Die Kinder können ihr Glück nicht fassen. Von solchen Erlebnissen erzählte Annegret Pani. Aufgewachsen in Kupferzell, arbeitet Pani seit über 13 Jahren in Indien.

In Indien leben viele Kinder auf der Straße. Zum Überleben sind sie auf Almosen angewiesen; sie haben keinen sicheren Platz zum Schlafen, und wenn sie krank werden, fehlt es an medizinischer Hilfe.

Als die damals 26-jährige Annegret sich mit dem Schulleiter Rajat Pani anfreundete, erfuhr sie aus erster Hand von der Not vieler Inder. Diesen Kindern zu helfen, hat sich das deutsch-indische Paar Annegret und Rajat Pani zur Aufgabe gemacht. Sie haben die Organisation "Uppahar" (deutsch: "das Geschenk") gegründet.

"Wir haben mit 24 Kindern begonnen, inzwischen sind es über 300", berichtet Annegret Pani stolz. Ihre Eltern waren anfangs überrascht von ihrem Vorhaben, doch sie unterstützten sie beim Aufbau eines Fördervereins. Nachdem ihre Eltern ihr Geschäft in Künsbach verkauft hatten, spendeten sie den Erlös dem Projekt. Außer den Kindern ein Dach über dem Kopf zu geben, kümmert sich "Uppahar" um die Ausbildung und die medizinische Versorgung. "Uppahar" besteht mittlerweile aus mehreren Waisenhäusern und einer Privatschule. In dem Waisenhaus bekommen etwa 350 Kinder täglich drei Mahlzeiten und einen sauberen Schlafplatz. Insgesamt werden etwa 6000 Kinder von "Uppahar" versorgt.

Annegret Pani will den Kindern den christlichen Glauben näherbringen. Sie meint: "Es ist einfach Gottes Segen, der diese Arbeit hat wachsen lassen."

Der Blaufeldener Dekan Siegfried Jahn, neuer Vorsitzende des Uppahar-Fördervereins, erinnerte an die Anfänge von "Uppahar". Mit den Konfirmanden seiner Pfarrstelle in Künzelsau-Gaisbach besuchte er Annegret Pani, als sie gerade ihre Koffer packte, um nach Indien zu ziehen. Die Konfirmanden konnten es damals nicht verstehen, dass sie in Künsbach ihre Existenz aufgeben wollte. "Aber es ist ein Segen Gottes für viele Menschen in Orissa geworden", so Jahn.

Info www.uppahar.de

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