Ein Lied für "Fuffzich plus"

Wie ältere Arbeitslose eine Lobby in der Öffentlichkeit erhalten können und ihnen dauerhaft Arbeit vermittelt wird - darum ist es bei der Veranstaltung "Verwaltung trifft Kultur" in Oberaspach gegangen.

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Hat sogar ein Lied für die Generation "50 plus" gedichtet: Frank Winkler, Frontsänger der Hohenloher Mundartband Annâweech, beim Konzert in der Frankschen Scheune in Ilshofen. Privatfoto

Seit 2011 beteiligt sich das Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall erfolgreich an dem Projekt "Perspektive 50plus", einem Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung. Darüber werden von 2011 bis 2015 regionale Projekte gefördert, um Menschen dauerhaft Arbeit zu vermitteln, die älter als 50 Jahre und bereits länger arbeitslos sind.

"Gerade ältere Menschen bringen viel Lebens- und Berufserfahrung mit und sind eine Bereicherung für das Betriebsklima", sagte der Geschäftsführer des Haller Jobcenters, Roland Rößler.

In den vergangenen zwei Jahren konnten laut Rößler jeweils 110 Langzeitarbeitslose vermittelt werden, die älter als 50 Jahre sind. "Wir streben auch für dieses Jahr an, 110 Älteren Arbeit zu vermitteln", sagte Bereichsleiter Alexander Blind. Doch sei die Lage im Landkreis derzeit schwierig. "Manchmal passen die Anforderungen nicht zusammen." Die Hilfe und Beratung anbietenden Vermittlungsfachkräfte seien sehr gefragt.

Das Team "50plus" arbeitet täglich mit Langzeitarbeitslosen zusammen. Fünf Mitarbeiter berichteten bei "Verwaltung trifft Kultur" aus ihrer täglichen Arbeit. "Ich mache die Arbeit seit zwei Jahren mit guten Begegnungen." Die Arbeit in dem Team sei besonders, "weil wir mehr Zeit und mehr Herz dafür verwenden", erklärte Diana Pölzer.

Auch Angela Behrens, Christian Kaiser, Alexander Koller und Karlheinz Wahl stellten ihre Arbeit vor. Die Aufgabe sei nicht leicht, aber sie wollten älteren Menschen nachhaltige Arbeit vermitteln, wie jeder von ihnen betonte.

Der 52 Jahre alte Rudolf Küfer und die gleichaltrige Carmen Habek, ehemalige Langzeitarbeitslose, erzählten ihre Geschichte und von der, wie sie sagten, guten Betreuung des Jobcenters. Beide empfahlen Arbeitssuchenden, nicht aufzugeben.

Nach der Pause berichtete Heike Nübel als dritte Ex-Arbeitslose von ihren Erfahrungen mit dem "50plus"-Team des Jobcenters. Sie sei gut unterstützt und angeregt worden, als Selbständige zu arbeiten, erzählte Nübel. Das Team "50plus" habe ihr empfohlen, ihr Talent zum Tanzen und Singen zu nutzen, um Menschen in der Gemeinschaft zusammenzubringen. Nübel setzte dann den Vorschlag mit Erfolg um.

An dem Abend in der Frankschen Scheune berichteten nicht nur die Betroffenen, es trat auch die Mundart-Band Annâweech aus dem Hohenloher Kochertal auf. Sie hatten für den Personenkreis, um den es an diesem Abend ging, das Lied "Fuffzich plus" komponiert.

Das Jobcenter wolle mit Öffentlichkeitsarbeit einen neuen Weg gehen, sagte Teamleiter Martin Godau. "Deshalb haben wir zusammen mit Annâweech eine CD produziert, auf der auch Kunden von uns ihre Lebensgeschichte erzählen. Auch die Erklärung von 50plus ist enthalten." Die fünf Annâweechler erhielten für ihren Auftritt bei "Verwaltung trifft Kultur" viel Applaus.

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