Ein großer Schritt nach vorne

Die Stadt Gerabronn will in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne machen. Im Haushaltsplan spiegelt sich nach Auffassung des Gemeinderats der Wille wider, die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

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"Es tut sich was in Gerabronn." Dieser Feststellung von Helmut Bauer, des Sprechers der Freien Wählervereinigung, widersprach bei der einstimmigen Verabschiedung des Haushaltsplans niemand. Vor allem durch die Neugestaltung der Hauptstraße werde die Stadt erheblich an Attraktivität gewinnen. Beate Hanselmann ergänzte für die CDU-Fraktion, die Lebensqualität in Gerabronn werde deutlich gesteigert. Und für die SPD-Fraktion warf Frank Mäschig einen Blick in die Zukunft: "Wir werden auch in Zukunft Geld in die Hand nehmen müssen, um Gerabronn noch attraktiver zu machen als es schon ist."

Dass wegen des umfangreichen Investitionsprogramms die Schulden steigen, ist allen Fraktionen bewusst. Der Anstieg der Schulden sei "nicht schön", meinte Helmut Bauer, die Schulden lägen aber weit unter dem Landesdurchschnitt. Beate Hanselmann bezeichnete den Anstieg der Schulden als vertretbar, und Frank Mäschig betonte, der Schuldenanstieg müsse in Kauf genommen werden.

Zur Finanzierung des Haushaltsplans ist eine Kreditaufnahme von 594 000 Euro vorgesehen. Für die Tilgung von Krediten sind im Gegenzug 232 000 Euro eingeplant, sodass die Schulden unter dem Strich um 362 000 Euro auf etwas über drei Millionen Euro ansteigen werden - wenn alle Kredite wie vorgesehen aufgenommen werden müssen. Die Pro-Kopf-Verschuldung würde damit von 630 auf 717 Euro steigen.

"Erfreulich" (Helmut Bauer) und "beachtlich" (Beate Hanselmann) lauteten die Kommentare zur Entwicklung der Zuführungsrate. Das ist das Geld, das bei den laufenden Einnahmen und Ausgaben als Überschuss erwirtschaftet und deshalb vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt übertragen wird. 705 000 Euro soll dieser Überschuss im kommenden Jahr betragen; das ist die höchste Zuführungsrate seit 2009. Mit der Zuführungsrate werden zunächst Kredite getilgt, was dann noch übrig ist, steht für Investitionen zur freien Verfügung. Diese sogenannte Nettoinvestitionsrate beträgt in diesem Jahr stattliche 473 000 Euro.

Für das vergangene Jahr waren als Zuführungsrate lediglich 221 000 Euro vorgesehen. Nach Abzug der Tilgungen sollte eine Nettoinvestitionsrate von bescheidenen 13 000 Euro übrig bleiben - kein Wunder, dass die Zahlen dieses Jahres für Freude sorgen.

Bei der Verabschiedung des Etats hat sich der Gemeinderat auch mit dem Investitionsprogramm für die Jahre 2014 bis 2016 beschäftigt. In dieser mittelfristigen Finanzplanung sind weitere 2,8 Millionen Euro für Arbeiten im Sanierungsgebiet Stadtmitte vorgesehen, wobei die Reaktivierung des alten Rathauses den Schwerpunkt bilden soll. Für die Ersatzbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen für die Abteilungen Gerabronn und Michelbach/Heide sollen 550 000 Euro ausgegeben werden. Nicht mehr in der Finanzplanung enthalten ist der Neubau einer Sportanlage, für den die Verwaltung angesichts sinkender Schülerzahlen keinen Bedarf mehr sieht.

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