Ein buntes Kaleidoskop aus Eindrücken, Farben, Gerüchen

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  • Die 14. Gartentage in Langenburg sind eröffnet. Von links: Die Organisatoren Christine und Martin Lohde sowie die Gastgeber, das Fürstenpaar Saskia und  Philipp zu Hohenlohe Langenburg mit Töchterchen Marita. Weitere Fotos auf Seite 11. 1/3
    Die 14. Gartentage in Langenburg sind eröffnet. Von links: Die Organisatoren Christine und Martin Lohde sowie die Gastgeber, das Fürstenpaar Saskia und  Philipp zu Hohenlohe Langenburg mit Töchterchen Marita. Weitere Fotos auf Seite 11. Foto: 
  • Riesen-Hortensien auch für kleine Garten-Träume. 2/3
    Riesen-Hortensien auch für kleine Garten-Träume. Foto: 
  • Blick auf Gartentage, Jagsttal und hinüber zum Mawell. 3/3
    Blick auf Gartentage, Jagsttal und hinüber zum Mawell. Foto: 
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Freitag Morgen, noch bevor es richtig losgeht mit den Gartentagen, ist sicher noch nichts los, und vielleicht gibt‘s ja auch noch einen Parkplatz oben am Schloss. Ha! Selten so falsch gelegen.

Die Zahl von 30 000 Besuchern die an diesem Wochenende erwartet werden, ist nicht länger abstrakt. Das ist richtig viel. Und nicht wenige kommen bereits am Freitag, auch wenn der Himmel wolkenverhangen ist.

Die Gäste werden vom Fürstenpaar und von den Organisatoren begrüßt. Langenburgs Bürgermeister Wolfgang Class wünscht ihnen Glück mit dem Erworbenen, aber auch mit Erfahrungsaustausch und Begegnungen: „Mögen Sie Freude mit nach Hause nehmen.“ Er hoffe, die Gartentage würden noch oft wiederholt.

Bekanntschaften

Beim Rundgang gibt es dann Gesichter, Namen und Geschichten zu einigen dieser 30 000 Gäste: Valesca und Ronja, die aussehen, als seien sie Teil der Märchenlandschaft, die sie verkaufen. Die Krankenschwester aus Nordheim bei Heilbronn, die einen Tag frei genommen hat und nunmehr zum fünften Mal nach Langenburg gekommen ist: „Wer Gärten mag, muss hierher.“ Oder die Gerabronnerin, die um 11 Uhr ganz stolz erzählt, dass sie noch nicht einen Cent ausgegeben hat – beim Wiedersehen zwei Stunden später trägt sie einen Karton und eine Tasche, zieht verlegen die Schulter hoch und muss dann lachen: „Und vorne hab’ ich noch einen Rosenstock deponiert. Das ist halt Langenburg.“ Ute Götz aus Geislingen hat nur deshalb leere Hände, weil sie mit der ersten Ladung schon am Auto war: Ihr Mann ist Bierbrauer, für den hat sie Hopfen-Oregano gekauft, außerdem einen Hortensien-Kranz für die Haustür.

Kein Wunder, dass in schönen Gärten immer wieder zu hören ist, diese Pfingstrose oder jene Dahlie sei den Gartentagen zu verdanken: Die Auswahl hier ist bemerkenswert. Die Rose „Esther Queen of Persia“ ist traumhaft schön; dann gibt‘s die Funden aus der Steinzeit nachempfundene Frauenskulptur, Echinacea und Zickzackstrauch, Anklänge an Gartenkunst aus Japan, Südamerika und Hohenlohe. Wollprodukte, Naturheilmittelchen, Elfenversammlungen und Gartengerät – es gibt nicht vieles zum Thema Garten, das sich hier nicht findet. Noch nicht mal „Raumduft mit Köpfchen“ und „natürliche Feinde der Fruchtfliege“ fehlen.

Spezialisten wie Eugen Schleipfer haben Stauden- und Sukkulenten-Seltenheiten aus aller Welt im Angebot – was einen Winter in Afghanistan übersteht, kommt mit einiger Wahrscheinlichkeit auch in Crailsheim klar. Allein das müßige Schlendern durch den Schlossgraben kommt einer Fernreise gleich. Und weil man sich der Welt verpflichtet fühlt, gibt’s auch heuer keine Plastiktüten, nur noch Baumwolltaschen.

Momentaufnahmen

Gartentage in Langenburg, das sind ganz viele Momentaufnahmen: Jule, Pia und Nick dürfen sich ein Keramik-Schwimmtier aussuchen und lassen ihre Beute gleich mal vom Stapel laufen. Da stellt sich schon die Frage, warum Keramik schwimmt. Jacob Schneider backt am Holzbackofen und flirtet mit den Kundinnen, Susanne Sammüller flicht ihren Tausendschön-Figürchen Zöpfe und irgendwie lohnt allein das Gucken einen Besuch der Langenburger Gartentage.

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