Ein Bumerang nimmt Kurs auf Langenburg Stadt muss im Haushalt 2014 für opulente Einnahmen zwei Jahre zuvor "büßen"

Finanziell fette Jahre rächen sich spätestens 24 Monate danach - diese bittere Erfahrung macht heuer auch die Stadt Langenburg.

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In Langenburg wacht Florian Dollmann über die Kasse der Stadt. Der erfahrene "Finanzminister" auf dem Rathaus hat sich längst darauf eingestellt, dass der Kommune heuer ein kapitaler Bumerang um die Ohren fliegen wird.

Die Gesetze des Finanzausgleichs (FAG) zwischen Bund, Land und den Kommunen, der "schwache" Städte stützt und "reiche" Gemeinden schröpft, sind nämlich schuld daran, dass eine mit rund fünf Millionen Euro äußerst opulente und für Langenburger Verhältnisse außergewöhnlich hohe Gewerbesteuer aus dem Jahr 2012 zwei Jahre später eine entscheidende Rolle beim Haushalt 2014 spielen wird, über dessen Eckdaten das Stadtparlament in seiner jüngsten Sitzung beraten hat.

So steigt die Kreisumlage von 376 000 Euro (2013) auf stolze 1,4 Millionen Euro und die FAG-Umlage schnellt von 242 000 auf 1,2 Millionen Euro in die Höhe. Gleichzeitig sinken die Schlüsselzuweisungen drastisch - von 619 000 Euro im Vorjahr auf nur noch magere 78 000 Euro.

Kein Wunder also, dass die Stadt Langenburg nur mit einem beherzten Griff in ihre Rücklagen (750 000 Euro) und neuen Schulden (rund 1,2 Millionen Euro) ihren Haushalt für das Jahr 2014 ausgleichen kann - bei einer negativen Zuführungsrate von 1,6 Millionen Euro.

Das Zahlenwerk soll bei der nächsten Sitzung des Gremiums im März verabschiedet werden.

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