Ein besonderes Kleinod

Eine über 600-jährige Geschichte kann der Ort Reubach vorweisen, der mit seiner Fläche von 1.300 Hektar und 411 Einwohnern heute zur Gemeinde Rot am See zählt.

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. Urkundlich erwähnt wurde Reubach erstmals 1329, war anfänglich im Besitz des Adels und ging anschließend in den Besitz von Rothenburg über. 1803 fiel Reubach nach Bayern, aber bereits 1810 an Württemberg und gehörte dann zum Oberamt Gerabronn. Seit der Kreisreform ist Reubach mit seinen Ortsteilen Weikersholz, Reinsbürg, Kleinansbach und Kühnhard eine Teilgemeinde von Rot am See.

Der Ortsteil Weikersholz kann mit einer Quelle aufwarten. Lange war strittig, ob es sich hierbei um die offizielle Quelle der Tauber handelt - schließlich wies auch das bayerische Wettringen eine Tauberquelle aus. Im Jahr 1976 wurde dann amtlich festgelegt, dass in Weikersholz die offizielle Tauberquelle liegt.

Aber auch Kleinansbach kann eine Besonderheit aufweisen, hier wurde beim Bau der Kläranlage eine historische Wasserleitung aus Holz gefunden. Untersuchungen ergaben, dass die Holzleitung aus dem Jahre 1240 stammt. Somit liegt die Vermutung nahe, dass Kleinansbach einer der ältesten Orte von Reubach ist.

Heute präsentiert sich Reubach als hervorragender Wohn- und Gewerbestandort, an dem eine Vielzahl an Firmen Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Am Spiel- und Grillplatz können gesellige Stunden verbracht werden und für Veranstaltungen kann auch die bewirtete Gemeindehalle gemietet werden. Die Kirchengemeinde ist sehr aktiv und neben der Reubacher Kirche mit ihren beeindruckenden blauen Fenstern besitzt Kleinansbach ebenfalls ein Gotteshaus.

Auch das Vereinsleben ist in Reubach aktiv, der Liederkranz kann im kommenden Jahr auf sein 150-jähriges Bestehen stolz sein und der Theaterverein ist mit seinem Sommertheater weit über die Grenzen hinaus bekannt. Seit 1993 wird hier das Freilichttheater gespielt. Die Zuschauer wurden jährlich mehr und im Jahr 2010 schaffte sich der Verein eine neue Zuschauertribüne mit 200 Sitzplätzen an. Bewirtet wird das Sommertheater ab diesem Jahr von der Freiwilligen Feuerwehr Reubach. Auf dem Spielplan steht in diesem Jahr die Tragikomödie "Hotel zu den zwei Welten" von Eric Emmanuel Schmitt, die erste Vorstellung findet am Freitag, 12. Juli, statt, der Kartenvorverkauf startet am Montag, 4. März, im Rathaus Rot am See.

"Ein besonderes Kleinod hat Reubach aber auch vorzuweisen", berichtet Ortsvorsteher Heiko Reinhardt. Gemeint ist das Heimatmuseum, das von Maria und Martha Busch zusammengetragen wurde und für dessen Unterstützung im Jahr 2008 wieder ein Museumsfest abgehalten wurde. Nachdem nun Maria und letztes Jahr auch Martha Busch gestorben sind, erbte die Gemeinde Rot am See das Gebäude. Die Planungen sehen nun vor, dass das Gebäude von Grund auf saniert wird und das Museum erhalten bleibt. Dafür werden nun auch die Mittel verwendet, die durch die Museumsfeste gesammelt wurden.

Und wer jetzt Lust auf Reubach bekommen hat, der kann noch eines der unverbaubaren Grundstücke in Hanglage erwerben, um hier sein Häuschen zu bauen.

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