Dritte Amtszeit: Wackler baut auf Gemeinsamkeit

Alles Lob für Vergangenes und sämtliche Vorschusslorbeeren auf die nächsten acht Jahre mochte Kurt Wackler bei seiner Amtsverpflichtung nicht hören. "Gemeinsam sind wir stark", postulierte er stattdessen.

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Satteldorfs alter (und neuer) Bürgermeister gab sich bescheiden. Das glänzende Ergebnis seiner zweiten Wiederwahl am 26. Januar bewertete er nicht nur als Anerkennung der Arbeit eines Einzelnen, sondern als Ausdruck dafür, "dass wir gemeinsam in unserer Gemeinde gut gearbeitet und viel geleistet haben", Für ihn sei damit ein klarer Auftrag verbunden, im Großen wie im Kleinen weiterhin so manchen Sprung zu wagen.

Rund 300 Gäste der feierlichen Ratssitzung in der Sport- und Festhalle freuten sich am Donnerstagabend mit ihrem Gemeindeoberhaupt, der in der Tat stets "bürgernah, offen, gerecht, zielgerichtet, ausgleichend und zukunftsorientiert" daherkomme, wie ihn sein erster Stellvertreter Matthias Strasser charakterisierte. Der leitete zugleich diese öffentliche Wiederverpflichtung Kurt Wacklers, nahm ihm den Diensteid und das Gelöbnis ab. Damit war vollends klar, dass die Kommune auch die Jahre bis 2022 mit Kurt Wackler als "erstem Bürger" und Rathaus-Chef angehen kann, nachdem ihm die Satteldorfer mit mehr als 97 Prozent der Stimmen ihr Vertrauen ausgesprochen hatten.

Zuvor hatte Strasser die vergangenen acht Jahre mit Wackler noch einmal aufgerollt. Er hatte an wegweisende Entscheidungen in der mittlerweile seit 2008 schuldenfreien Gemeinde erinnert, hatte wichtige Daten der Weltgeschichte genannt und zudem den Menschen Kurt Wackler beschrieben. "Nein, ein Überflieger oder gar abgehoben sind Sie nicht", sprach Strasser die Hauptperson des Abends direkt an.

Eindrucksvolle Zahlen erinnerten an dessen erfolgreiche (Rats-)Arbeit. 135 Millionen Euro beträgt die Summe aller Haushalte, die während Wacklers zweiter Amtszeit verabschiedet wurden. 14,2 Millionen wurden als Kreisumlage an den Landkreis abgegeben - was Landrat Gerhard Bauer zum dezenten Lächeln animierte. Zum Finanzausgleich zur Unterstützung ärmerer Kommunen steuerte Satteldorf 9,5 Millionen Euro bei - an Schlüsselzuweisungen flossen lediglich 7,7 Millionen Euro zurück. Das Los der reichen Kommune? "Reich"?", fragte denn auch Strasser, um die Antwort selber zu geben: "Mitnichten! Aber eine der wenigen Gemeinden ohne Schulden - ein Vorbild für andere."

Landrat Bauer betonte, die Satteldorfer wüssten sehr wohl, dass sie den richtigen Mann an der Spitze hätten. Einen Mann, den er nicht nur menschlich sehr zu schätzen gelernt habe, ein "pragmatischer Idealist. Was von ihm kommt, sprach er Kurt Wackler direkt an, sei stets durchdacht und wohlausgewogen. "Bleiben Sie wacker fest im Sattel", wünschte er dem Mann des Abends. Als dann auch noch Pfarrer Wolf-Dieter Kaiser (für Kirchen und Schulen) und Dieter Blumenstock (für die Vereine) ins Loblied auf Kurt Wackler einstimmten, wurde es dem "fast schon zu viel", wie er als Schlussredner betonte. Er mahnte, bei allen künftigen Entscheidungen (die er in seiner Rede kurz skizzierte) die politischen Rahmenbedingungen zu bedenken. "Wir leben nicht auf einer Insel", sagte Wackler. Dennoch sei es nötig, deutlich Position zu beziehen und den Interessen vor allem der Gemeinden im ländlichen Raum Gehör zu verschaffen. Wer Kurt Wackler kennt, der ahnt, dass ihm auch das gelingen dürfte. Er kann dabei auf eine Gemeinde bauen, die mitzieht.

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