Drillinge im Hause Ehmer, Vierlinge im Storchennest auf dem Rathaus

Schlechte Nachrichten mag kein Bürgermeister. Tote Katzen, die man in Säcken aus Weihern fischt, sind schlechte Nachrichten, das weiß auch der Fichtenauer Bürgermeister Martin Piott.

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  • Nadine und Frank Ehmer aus Wildenstein sind die glücklichen Eltern von Drillingen. Privatfoto 1/3
    Nadine und Frank Ehmer aus Wildenstein sind die glücklichen Eltern von Drillingen. Privatfoto
  • Im Storchennest auf dem Fichtenauer Rathauskamin wachsen gleich vier Jungstörche heran. Privatfoto 2/3
    Im Storchennest auf dem Fichtenauer Rathauskamin wachsen gleich vier Jungstörche heran. Privatfoto
  • Achtfacher Nachwuchs im Hause Schwan. 3/3
    Achtfacher Nachwuchs im Hause Schwan. Foto: 
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Also hat er der HT-Redaktion einen Text geschickt, der dazu beitragen soll, dass die Gemeinde wieder in einem etwas besseren Licht dasteht.

Piott schreibt über Glück - über Menschenglück, Storchenglück und Schwanenglück. Und darüber, wie alles miteinander zusammenhängt. Aber der Reihe nach: Kürzlich hat der Schultes die Familie Ehmer in Wildenstein besucht. Nadine und Frank Ehmer sind seit September 2013 die glücklichen Eltern von Drillingen und denen hat Piott nun Geschenke vorbeigebracht. Darüber haben sich nicht nur die Eltern gefreut, sondern auch Emilia, Adriana und Marissa.

Aber nicht nur Nadine und Frank Ehmer sind Eltern geworden, sonder auch Freddy und Paula von der Au. Sie sind das Storchenpaar auf dem Kamin des Fichtenauer Rathauses - und Eltern von Vierlingen geworden. Und weil der Volksmund ja von altersher einen Zusammenhang zwischen Störchen und Kindersegen herstellt, lag es nahe, die Storchenbabys mit den Namen der Ehmer-Drillinge zu versehen. Auch der vierte Jungstorch hat einen Namen bekommen: Er heißt Elfriede und soll an eine legendäre Geburts- und Familienhelferin erinnern - an Elfriede Vogt aus Wildenstein. An sie, schreibt Bürgermeister Piott, haben viele Menschen in Fichtenau und Umgebung "die besten Erinnerungen". Vogt sei bei mehr als 1600 Geburten behilflich gewesen. Sie sei, so Piott, leuchtendes Beispiel "für erfolgreiche Geburtshilfe und fürsorgliche Begleitung".

Crailsheimer Storch hat Kreuzschnabel

Letzteres kann auch Ute Reinhard, die Storchenbeauftragte des Landes, für sich in Anspruch nehmen. Sie hat kürzlich nicht nur die Crailsheimer Storchennachwuchs in Augenschein genommen und beringt, sondern sich auch den Fichtenauer Storchennachwuchs auf dem Rathauskamin angeschaut. Das war gut so, denn eines der Jungtiere hatte sich in Plastikmüll verheddert und wäre verendet, wenn nicht Reinhard mithilfe der Drehleiter der Dinkelsbühler Feuerwehr vorbeigeschaut und geholfen hätte. Übrigens: So viel Glück wird man in Crailsheim nicht haben. Dort hat eines der drei Jungtiere einen sogenannten Kreuzschnabel, also einen über Kreuz gewachsenen Schnabel. Weil der extrem ausgeprägt ist, ist das Überleben des Tieres mehr als fraglich.

Gefährdet war auch das Überleben eines Schwanes in Lautenbach. Dort hat ein Schwanenpaar gleich achtfachen Nachwuchs bekommen. Es kam am Sandstrand des Storchenweihers immer wieder zu Interessenkonflikten zwischen der Schwanenfamilie und Badegästen, und man wusste oft nicht so recht, teilt Bürgermeister Piott mit, "wer wen am Baden gehindert hat - die Leute die Schwäne oder die Schwäne die Badegäste". Doch dramatisch wurde es erst, als sich ein Jungtier in einer Angelschnur verfangen hatte. Doch in gemeinsamer Anstrengung befreiten Bürger, Bauhof und Feuerwehr das Tier aus dieser gefährlichen Situation.

Nun hofft der Bürgermeister, dass sich viele Fichtenauer von diesen "schönen Nachwuchsgeschichten" (Piott) animieren lassen und selbst für Nachwuchs sorgen. Er jedenfalls würde sich sehr freuen, "viele Babys in unserer schönen Gemeinde willkommen heißen zu dürfen". Ein Ziel hat Piott schon heute erreicht: Mit seinen "schönen Nachwuchsgeschichten" hat er bewiesen, dass es in Fichtenau mehr Berichtenswertes gibt als tote Katzen.

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