Dörr: Michelbach soll flexibel sein

Diskussionsbedarf gab es im Gemeinderat zur Kindergartenplanung. Die eigentlich nur für ein Jahr als Übergangslösung eingeführte Kleingruppe im kommunalen Kindergarten bleibt ein weiteres Jahr bestehen.

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Hintergrund für die zum 1. September 2013 installierte zusätzliche Gruppe im kommunalen Kindergarten ist das erweiterte Betreuungskonzept der Gemeinde. Seit dem laufenden Kindergartenjahr gibt es im Kindergarten an der Manfred-Kyber-Straße Ganztagesplätze. Damit es nicht zu Engpässen durch zu viele Ganztagskinder kommt, wurde die Kleingruppe eingerichtet und das Personal entsprechend erhöht. Die Gemeindeverwaltung wollte verhindern, dass ein Kind, das bereits länger diesen Kindergarten besucht, seinen Platz zu Gunsten eines neuen Ganztagskindes räumen und nach Gschlachtenbretzingen oder in den kirchlichen Kindergarten wechseln muss.

Schon jetzt ist absehbar, dass die Gruppe mit Ganztagskindern und Kindern, die die verlängerten Öffnungszeiten nutzen, zum 1. September mit 22 Kindern voll belegt ist. Somit gäbe es keine weiteren Ganztagsplätze. Und das, obwohl der neue Kindergartenflyer ausdrücklich solche ausweist. Eine Lösung, die die Verwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgeschlagen hat, wäre, die Kleingruppe mit zwölf weiteren Plätzen beizubehalten. Aus dem Gemeinderat kam dazu aber Gegenwind. Hartmut Lang bezweifelte, dass die Gemeinde zusätzlichen Bedarf an Ganztagsplätzen und sogenannten VÖ-Plätzen (verlängerte Öffnungszeiten) hat. "Es kann nicht in jedem Kindergarten das komplette Betreuungsangebot geben", meinte er.

Laut Wolfgang Kaßelkus sei der Rat bei der Bedarfsplanung vor einem Jahr von anderen Prämissen ausgegangen. Zustimmung bekam er von Marianne Haufe: "Wir unterhöhlen unser eigenes Konzept", meinte sie. Das hat für jeden der vier Kindergärten ein bestimmtes Betreuungskonzept vorgesehen. Ganztagsplätze soll es beispielsweise nur im kommunalen Kiga in Michelbach geben.

Leonie Allmendinger stellte klar, dass die Gemeinde immer Ganztagsplätze vorhalten müsse, wenn das so im Flyer steht. Sie habe nur ein Problem damit, die zusätzliche Gruppe dauerhaft einzurichten. Mit einer Verlängerung um ein Jahr sei sie einverstanden.

Aus der Sicht von Bürgermeister Werner Dörr müsse die Gemeinde von Jahr zu Jahr flexibel sein. Die Kleingruppe sei ja nur vorhanden, weil der Bedarf da ist, betonte er. "Damit wir Ganztagskinder aufnehmen können", ergänzte er. Am Ende der hitzigen Debatte folgte die Mehrheit der Räte seinem Vorschlag. Damit bleibt die zusätzliche Gruppe mit zwölf Plätzen im Kindergartenjahr 2014/2015 erhalten. Dagegen stimmten Haufe und Lang, Arno Fritz enthielt sich der Stimme.

In der Kinderkrippe, in der zur Zeit acht Kleinkinder betreut werden, reicht das bisherige Personal. Es sind noch vier Kleinkindplätze frei. Genug Personal hat auch der Kindergarten Gschlachtenbretzingen für die zwei Gruppen am Vormittag und eine Gruppe am Nachmittag. Mit dem jetzigen Personal könnte der Kindergarten auch verlängerte Öffnungszeiten anbieten.

Info In der Gemeinde Michelbach gibt es vier Kindergärten: Unter kommunaler Trägerschaft sind die Kindergärten in der Manfred-Kyber-Straße und in Gschlachtenbretzingen. Im Hauptort ist außerdem der evangelische Kindergarten. Am nördlichen Rand von Michelbach gibt es außerdem den Waldkindergarten.

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