Die Stadt Kirchberg konzentriert ihre Feuerwehr bis 2025 im Hauptort

Die Kirchberger Feuerwehr steht vor grundlegenden Veränderungen. Bis zum Jahr 2025 soll es nur noch ein Magazin im Hauptort Kirchberg geben, in dem dann auch alle Fahrzeuge stationiert sein werden.

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  • Die Tage des alten Magazins in der Lindenstraße sind gezählt. Wenn das neue Magazin fertig ist, kann die Fahrzeughalle vom Bauhof genutzt werden, der unmittelbar angrenzt. Foto: Erwin Zoll 1/2
    Die Tage des alten Magazins in der Lindenstraße sind gezählt. Wenn das neue Magazin fertig ist, kann die Fahrzeughalle vom Bauhof genutzt werden, der unmittelbar angrenzt. Foto: Erwin Zoll
  • Die gestrichelte rote Linie markiert den Standort des geplanten Magazins an der Hohenloher Straße; rechts oben das Adelheidstift, daneben die katholische Kirche. Grafik: Stadtverwaltung Kirchberg 2/2
    Die gestrichelte rote Linie markiert den Standort des geplanten Magazins an der Hohenloher Straße; rechts oben das Adelheidstift, daneben die katholische Kirche. Grafik: Stadtverwaltung Kirchberg
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Der Gemeinderat hat am Montag ein Konzept für die künftige Struktur der Feuerwehr gebilligt, das der Hauptausschuss der Feuerwehr einstimmig beschlossen hatte. Kernstück des Konzepts ist der Bau eines neuen Feuerwehrmagazins an der Hohenloher Straße neben dem Adelheidstift, das auch die Außenabteilungen Lendsiedel, Gaggstatt und Hornberg samt Fahrzeugen und Ausrüstung aufnehmen soll. Die Magazine in den Außenorten werden Zug um Zug aufgegeben.

"Das Konzept wird von allen Abteilungen getragen", betonte der Kommandant der Gesamtwehr, Stadtrat Gerhard Stahl, in der Sitzung des Gemeinderats. Die Abteilungen als solche könnten, so lange sie dies wünschten, bestehen bleiben.

85 Feuerwehrleute werden in Kirchberg integriert

Auf den Umstand, dass immer weniger Feuerwehrleute tagsüber in Kirchberg und den Teilorten anwesend sind, hat die Feuerwehr bereits 2010 mit der Aufstellung eines Tagesalarmzugs reagiert. An Werktagen rücken seitdem tagsüber Feuerwehrleute aus Lendsiedel und Kirchberg gemeinsam aus sowie Feuerwehrleute aus Hornberg und Gaggstatt. Mit dem neuen Konzept geht die Feuerwehr nun den nächsten Schritt; sie reagiert damit auch auf die sinkende Mannschaftsstärke. Alle Feuerwehrleute aus dem Stadtgebiet, von denen es zurzeit 85 gibt, werden nach und nach in die Einsatzabteilung Kirchberg integriert. Maßgeblich für das Tempo dieses Prozesses sollen dabei zum einen die Investitionen sein, die für Gebäude oder Fahrzeuge in den Außenorten fällig würden, zum anderen aber auch die personelle Entwicklung. Das bedeutet zum Beispiel, dass das 28 Jahre alte Löschfahrzeug der Abteilung Hornberg nicht mehr ersetzt wird; stattdessen wird diese Abteilung voraussichtlich als erste in die Einsatzabteilung Kirchberg aufgenommen.

Statt bisher sieben wird es dem Konzept zufolge nur noch fünf Feuerwehrfahrzeuge in Kirchberg geben. Außer dem Hornberger Fahrzeug wird früher oder später auch ein 36 Jahre altes Kirchberger Fahrzeug vom Typ TLF 8 ersatzlos ausgemustert. Der Fuhrpark soll dann aus folgenden Fahrzeugen bestehen: ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 10/6), das erst 2011 beschafft worden ist; ein Gerätewagen Transport (GW-T), dessen Beschaffung für rund 126.000 Euro der Gemeinderat in derselben Sitzung beschlossen hat und der einen alten Schlauchwagen vom Typ SW 1000 ersetzt; zwei Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF-W), die bisher in Gaggstatt und Lendsiedel stehen; und ein Mannschafttransportwagen (MTW), der zurzeit in Gaggstatt stationiert ist.

Der Standort des neuen Feuerwehrmagazins an der Hohenloher Straße soll es dem Konzept zufolge ermöglichen, die vorgegebenen Einsatzzeiten im ganzen Stadtgebiet einzuhalten. Zulässig sind dabei jeweils fünf Minuten, die vom Alarm bis zum Ausrücken und vom Ausrücken bis zum Eintreffen am Einsatzort verstreichen dürfen.

Der Standort war im Gemeinderat nicht unumstritten. Den Landschaftsschutz führte Martin Blessing als Grund dafür an, dass über den Standort noch einmal nachgedacht werden solle. Beatrice Freiberg erklärte, sie könne dem Standort bei allem Verständnis für die Feuerwehr nicht zustimmen. Helmut Honisch brachte als Standort den Bauhof II an der Weckelweiler Straße ins Spiel. Gerhard Stahl erklärte dazu, man könne auch jeden anderen Standort für das Feuerwehrmagazin nehmen, dann jedoch sei ein zweites Magazin erforderlich, um die Einsatzzeiten einzuhalten. Das neue Feuerwehrkonzept wurde mit 18 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen (Beatrice Freiberg und Bernard Cantré) gebilligt. Für den Standort des neuen Magazins wird ein eigener Bebauungsplan aufgestellt. Den Plan für das rund 4000 Quadratmeter große Areal, das noch im Besitz des Deutschen Roten Kreuzes ist, soll das Kreisplanungsamt ausarbeiten. Den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Feuerwehrmagazin Kirchberg/Jagst" hat der Gemeinderat mit 13 Ja-Stimmen und vier Gegenstimmen bei drei Enthaltungen gefasst.

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