Die Mauerstraße wird saniert

Verwaltung und Gemeinderat Ilshofen packen ein neues großes Projekt an: die Sanierung der Mauerstraße. Dort gibt es neue Kanäle und Leitungen.

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Die Mauerstraße in Ilshofen: An der Oberfläche ein Idyll, im Untergrund allerdings schwer sanierungsbedürftig.  Foto: 

Die Mauerstraße in Ilshofen braucht einen neuen Abwasserkanal und eine neue Wasserleitung - und bekommt sie auch in absehbarer Zeit. Die Bagger sollen im kommenden Frühjahr anrollen. Dies haben die Ilshofener Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Sie beauftragten die Verwaltung, die entsprechenden Ausschreibungen vorzubereiten.

Doch das wird nicht billig, denn bei Sanierungen ist es immer dasselbe: Diejenigen, von denen man hinterher nur einen neuen Straßenbelag sieht, also die, die vor allem unterirdisch wühlen, sind die teuersten. Für die Mauerstraße rechnet die Gemeinde deshalb mit Kosten von rund 713 000 Euro. Mit dabei sind auch 15 Prozent Puffer - die sogenannte "Angstposition", erklärte Bauingenieur Ronald Schreiber von der Firma RBS Wave, der die Pläne erarbeitet hat. "Es kann ja immer mal was Unvorhergesehenes passieren. Dass ein Blindgänger gefunden wird oder so. Aber damit rechnen wir eigentlich nicht."

Die Sanierung sei aus zwei Gründen nötig, sagte Schreiber: Erstens seien die Leitungen alt, "teilweise liegen noch die alten Graugussleitungen von nach dem Krieg". Und außerdem seien die, die liegen, vom Durchmesser her zu klein. Ob denn auch Gehsteige angelegt werden, wurde Ronald Schreiber von den Gemeinderäten gefragt, denn die Mauerstraße hat nicht überall welche. Nein, antwortete der Bauingenieur, es gibt keine neuen Gehwege. Vorgabe sei gewesen, die Sanierung so kostengünstig wie möglich zu planen. "Deshalb ist an einen Grunderwerb nicht gedacht."

Die Straße und die bestehenden Kanal- und Wasserleitungen eignen sich dazu, abschnittsweise saniert zu werden. Schreiber: "Um die Beeinträchtigungen für die Anwohner klein zu halten, werden wir das so machen", sagte Schreiber. Wobei das "wir" nicht stimmt, denn Schreiber wird in Ilshofen gar nichts mehr machen. Er geht in den Ruhestand und wurde von Bürgermeister Wurmthaler in der Sitzung mit herzlichen Worten und einem Präsent verabschiedet: "Ronald Schreiber war 25 Jahre lang unser Bauingenieur. Die gemeinsamen Projekte waren für die Stadt zwar teuer, aber es entstanden fast nie Mehrkosten. Vielen Dank dafür!"

Seinen Nachfolger brachte Schreiber gleich mit. Er heißt Günther Rochlus, ist gelernter Bauzeichner und studierter Tiefbauingenieur. Und er versprach, sich schnell in die Ilshofener Untergründe einzuarbeiten.

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