Die Käpellesrallye endet mit einem Rätsel

Wie alt werden Bienen, welche Geschichte haben die Gotteshäuser in Holenstein und Kammerstatt? Das und mehr erfuhren die Kinder beim Ferienprogramm der katholischen Kirche und des Kirchenchors.

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Leben im Grünen: Beim Ferienprogramm der katholischen Kirche und des Kirchenchors fahren die Kinder mit einem Planwagen. Privatfoto

Aufgeregt waren die 14 Kinder, als sie sich in Bühlerzell in den Planwagen von Xaver Egetemeyr setzten. Zwei Rappen zogen den Wagen und damit die Kinder hinein in das Ferienprogramm Käpellesrallye, das die katholische Kirchengemeinde und der Kirchenchor organisiert hatten.

Im leichten Trab zogen die Pferde die Kinder im offenen Planwagen in Richtung Kottspiel. Das erste Ziel der Käpellesrallye war Holenstein mit seiner Kapelle. Im Jahr 1747 hatten die Holensteiner diese Kapelle aus Sandstein erbaut, weil sie nach einem Gelübde von einer verheerenden Viehseuche verschont worden waren. Der sakrale Bau ist deshalb dem heiligen Patrizius geweiht, dem Bauernheiligen und Schutzpatron der Tiere im Stall.

Die Geschichte der Kapelle und vieles mehr erfuhren die Kinder in einem Frage- und Antwortspiel mit Frank Schien, Arno Hofer und Josef Hirsch, den drei Begleitpersonen der Kinderschar.

Dann mussten sich die Kleinen anstrengen, sie mussten einen steilen Weg hinauf gehen. Oben am Berg wartete auf alle wieder der Planwagen, einige waren froh, sich nach dem fordernden Fußmarsch nun ausruhen zu können.

Die Gruppe sang Wanderlieder, von Frank Schien auf dem Akkordeon begleitet. So erreichten die Kinder das zweite Ziel: Kammerstatt mit seiner Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit. Sie steht prägend im Zentrum des Dorfes, wie auch in Holenstein. Die Jahreszahl 1864 - das Baujahr - ist über der Eingangstür in den Sandstein gemeißelt. Im Innern des Gotteshauses staunten die jungen Besucher über die großen Figuren.

Die Kinder stellten viele Fragen und fanden so heraus, dass über dem Altar die Heilige Dreifaltigkeit dargestellt ist. Wie in jeder katholischen Kirche steht auch in dem Kammerstatter Bau eine Marienstatue, doch jene in dieser Kapelle - Maria mit einer Krone auf dem Haupt, das Jesuskind auf dem Arm, zu ihren Füßen eine Mondsichel - ist äußerst kostbar, wie die Gruppe erfuhr. Am Ende dieses Kirchenbesuchs sangen die Kinder "Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt" und "Herr, wir bitten, komm und segne uns". Dann stürmten die Kleinen zum Gasthaus Linde. Dort bewirtete Renate Schneider die Kinder mit Getränken und Gegrilltem, das Elfriede Hirsch zubereitet hatte.

Die jungen Leute konnten außerdem malen oder ein Kreuzworträtsel lösen. In den 15 Fragen ging es darum, was die Kinder auf der Käpellesrallye gelernt haben.

Mit dem Seniorwirt der Linde, Josef Schneider, ging es dann zum nahe gelegenen Bienenstand, an dem die Kleinen viel über die fleißigen Tiere erfuhren. Viele tausend Bienen schwirren von diesem Stand täglich aus, um Blüten zu bestäuben. Die jungen Teilnehmer des Ferienprogramms erfuhren, dass Bienen in ihrem kurzen, etwa 40 Tage währenden Leben insgesamt etwa 40000 Kilometer fliegen, also etwa ein Mal um die Erde.

Info Josef Hirsch ist Ortschronist von Bühlerzell.

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