Die Hülle bestimmt den Takt

Zum zweiten Mal bietet das gewichtige Standbein der heimischen Wirtschaft einen Einblick in die "Verpackungspraxis von morgen". Die Maschinenbauer wollen zeigen, dass sie für die Zukunft gerüstet sind.

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Am ersten Abend der Veranstaltung kommt auch das gesellige Element nicht zu kurz. Eine zünftige Party mit vertiefenden Gesprächen und viel Gelegenheit zum "Networking" soll dafür sorgen, dass die internationale Fachkonferenz des heimischen Maschinenbauclusters Mitte April nicht nur von wirtschaftlicher Ernsthaftigkeit getragen wird. Die Veranstaltung verfolgt den Anspruch, den Kunden Einblicke in die Verpackungswelt von morgen zu geben. Wie können Verpackung und Verpackungsmaschinen künftig zusammenarbeiten oder wie muss sich der Maschinenbau aufstellen, um seinen Kunden die "besten Lösungen" zu bieten sind nur zwei Fragen mit denen sich anerkannte Fachleute aus der praxisnahen Wissenschaft und Praktiker beschäftigen.

Bereits zum zweiten Mal lädt der Verein Packaging Valley Germany zu dieser zweitägigen Informationsveranstaltung ein (10./12. April). Dass geprüfte Simultandolmetscher das Programm durchgehend begleiten, unterstreicht die internationale Ausrichtung der Konferenz, zu der wie bereits vor zwei Jahren Besucher aus der ganzen Welt erwartet werden. "Verpackung 2020" - unter diesem Motto setzen sich die beiden Hauptredner Prof. Dr. Wolfgang Wahlster (technisch-wissenschaftlicher Leiter am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)), und Stefan Brünner (Werksleiter Procter & Gamble Manufacturing, Crailsheim) mit der Verpackungspraxis der nahen Zukunft auseinander. Ein wichtiger Trend zeichnet sich bereits ab. So gewinnen die Verpackungen als Taktgeber der Produktion immer mehr an Bedeutung. Industrie 4.0 hält Einzug in die Branche. "Digitale Produktgedächtnisse für intelligente Verpackungen in der Smart Factory" lautet deshalb auch die Überschrift des Impulsvortrags von Wolfgang Wahlster. Auch nach Ansicht von Stefan Brünner gehört der Verpackung die Zukunft. Er erläutert seine Überzeugung in dem Vortrag die "Herausforderungen der intelligenten Verpackung am Beispiel der Konsumgüterindustrie". Neue Chancen eröffnet wohl auch die Plasmatechnologie, die den zweiten thematischen Schwerpunkt bildet. Jörg Ihde vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) liefert mit "Plasma von der Grundlage zur anwendungsorientierten Forschung" Einblicke in diesen Technologiebereich, der heute noch wenig wahrgenommen wird, jedoch in der Praxis schon viele Vorteile bietet. Joachim Schüßler (Plasmatreat GmbH), der sich mit den "Industriellen Anwendungen von atmosphärischem Plasma in der Verpackungsindustrie" beschäftigt, unterstreicht diese Sichtweise.

Im Anschluss an die Vorträge können die Konferenzteilnehmer unter mehreren Workshops wie etwa "Service 2020" wählen. "Auch dieser Bereich bietet bereits heute viel Potenzial für neue Denkanstöße", sagt Bernd Hansen, Vorstand des Vereins Packaging Valley Germany. Den Abschluss des ersten Tages bildet eine Podiumsdiskussion zur generellen Betrachtung der Auswirkungen von "Industrie 4.0".

Am zweiten Tag haben die Teilnehmer dann die Möglichkeit, sich individuell ausgelegte Besichtigungstouren zu den Mitgliedsunternehmen des Packaging Valleys zusammenzustellen. "Bei diesem Blick hinter die Kulissen", verspricht Geschäftsführer Kurt Engel, "sehen die Gäste nicht nur neue Anlagen sondern auch ganz spezielle Fertigungsprozesse." Info Informationen und Anmeldungen unter www.packaging-valley.com. Mehr zur Veranstaltung auch im nächsten RegioBusiness.

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