Die alte Heimat genossen

Wie bestellt gab es Sonnenschein zum Festumzug in Goldbach.

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Wie bestellt gab es Sonnenschein zum Festumzug in Goldbach: Durch die dunklen Gläser seiner Sonnenbrille beobachtet Peter Weinmann den "Lindwurm" und erfreut sich an dem bunten Treiben der 35 Gruppen auf Goldbachs Hauptstraße - alles von ein paar wohlwollenden Sonnenstrahlen beschienen. Dass seine Kinder in der Fußgruppe des Goldbacher Kindergartens mitlaufen, ist nicht der einzige Grund, warum ihm der Umzug gefällt. "Man sieht, dass hier alle Beteiligten mit sehr viel Engagement bei der Sache sind. Erstaunlich, was ein so kleiner Stadtteil alles auf die Beine stellen kann", meint Peter Weinmann. Der 40-Jährige hätte sich auch ohne familiäre Verpflichtungen den Festumzug angesehen, schließlich wohnt er in Crailsheim in der Goldbacher Straße - das verpflichtet.
 


Wie der Vater, so der Sohn: Gerade fünf Jahre alt war Werner Stegmeier, als er zur 800-Jahr-Feier im Schäferkostüm auf dem Karren seines Großvaters durch Goldbach fuhr. Beim gestrigen Festumzug war Werner Stegmeier wieder dabei. Diesmal trug der jüngste seiner drei Söhne das Kostüm - genauso stolz wie damals der Papa. "Ich erinnere mich noch genau, wie ich den Festumzug als Kind genossen habe", berichtet der Familienvater, der mittlerweile in Ingersheim lebt. "Dass meine Söhne heute auf dem Schäferwagen mitfahren, macht mich richtig stolz. Das ist ein Ausdruck von Heimatverbundenheit." Den demonstrierten auch die übrigen Mitglieder des Familienclans: 18 Personen der Familie Stegmeier-Berger waren zum Teil von weit her angereist - alle in Schäferkluft.
 


Ehemalige Goldbacher feiern mit: Die Stimmung ist bestens in der Kutsche, die Oberbürgermeister Rudolf Michl, Ortsvorsteher Karl Druckenmüller und den Vorsitzenden des Heimatvereins Goldbacher Tradition, Guy Franquinet, durch den Ort fährt. Vergessen die Sorgen wegen unbefahrbarer Parkplatzwiesen, Extraladungen Hackschnitzel für den Festplatz und der schnell herbeigeschafften Zeltheizung. "Getreu unserem Motto Zurück in die Heimat sind tatsächlich viele ehemalige Goldbacher angereist und feiern mit - die weitesten sogar aus den USA", freut sich Druckenmüller. Viele Gäste aus nah und fern säumen die Gehwege. Ihnen winkt Guy Franquinet mit dem Hut und zuweilen hält er ihn sogar auf, um eine Spende zu erbitten. "Herr Franquinet sammelt wohl für das erste Windrad", witzelt der Oberbürgermeister.
 


Handgemachter Alarm: Da lässt sich Joshua aus Goldbach nicht zweimal bitten. Der zehnjährige Junge beobachtet den Festumzug vom Straßenrand aus, winkt und klatscht von Zeit zu Zeit. Doch als die Freiwillige Feuerwehr Goldbach mit der historischen Handsirene vorbeikommt, die eigens von den Crailsheimer Kollegen ausgeliehen wurde, schreitet Joshua beherzt zur Tat. Mit der Kurbel und einiger Kraftanstrengung gelingt es ihm, der gut restaurierten Sirene einen herrlichen Heulton zu entlocken. "Vielleicht werde ich mal Feuerwehrmann", überlegt der Bub, "vielleicht aber auch nicht."

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