Deutliche Kritik an Crailsheim

Kinder haben am Sonntag eine große Rolle gespielt beim Neujahrsempfang, zu dem die Gemeinde Stimpfach und der Freundeskreis der Kaspar-Mettmann-Schule wieder eingeladen hatten.

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Die Bläserklasse und der Chor der Schule begleiteten die Gäste des Empfangs musikalisch ins neue Jahr und gaben ihnen dabei die optimistische Losung mit: "Mit einem Schritt fangen alle Wege an" .

Welche Wege die Gemeinde Stimpfach im vergangenen Jahr gegangen ist und welche sie in diesem Jahr gehen wird, erläuterte Bürgermeister Matthias Strobel. Und auch dabei spielten Kinder eine wichtige Rolle. So erinnerte Strobel an den Ausbau der verlässlichen Grundschulbetreuung, die den Schülerinnen und Schülern jetzt an zwei Nachmittagen zur Verfügung steht.

Keine neuen Plätze im Kindergarten

Zurückgestellt hat der Gemeinderat allerdings den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren im Kindergarten. Die Planungen, so Strobel, hätten zwar das Angebot erweitert, aber keine neuen Plätze geschaffen. Eine Investition von über 400.000 Euro sei deshalb "nicht zielführend" erschienen.

Strobel rechtfertigte sein Eintreten für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in der Nachbargemeinde Frankenhardt. Während Stimpfach aufgrund der Schülerzahlen nicht in der Lage gewesen sei, für einen anderen Schultyp zu kämpfen, habe Honhardt als Standort eine Chance, und dieser Standort sei für Stimpfacher Schüler höchst interessant. Er und andere Bürgermeister setzten sich für Honhardt ein, "weil wir etwas dagegen haben, dass nach dieser Reform nur noch riesige Schulzentren in den großen Kreisstädten übrig bleiben, an denen mehr Sozialarbeiter notwendig sind als man auf dem flachen Land an Lehrerstellen einspart".

Crailsheim macht Alleingang

Deutliche Kritik äußerte Strobel in diesem Zusammenhang an der Stadt Crailsheim, die für sich zwei Gemeinschaftsschulen beantragt habe, "ohne auch nur ein einziges Mal mit dem Umland über die Auswirkungen zu sprechen". Kontakt habe es lediglich bei der Frage eines "neuen Stücks Blech an unseren Autos" gegeben, sagte Strobel mit Blick auf die Wiedereinführung des Autokennzeichens CR.

In seinem Ausblick auf das neue Jahr wies Strobel auf eine Reihe von anstehenden Investitionen hin wie den Ausbau und die Sanierung der Regenüberlaufbecken, den Ausbau der Straße zum Rechenberger Schloss und den Bau einer Breitbandleitung von Stimpfach nach Fichtenau. Allerdings müsse die Gemeinde mit erheblich weniger Gewerbesteuer als in den vergangenen Jahren auskommen. Und trotzdem will Strobel an dem Ziel festhalten, 2014 keine neuen Schulden aufzunehmen.

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