Der Winter gibt sich frühlingshaft

Das Wetter schlägt Kapriolen. Tauwetter hat den Schnee im Kreis schmelzen lassen. Doch Martin Melber verspricht: Der Winter kommt wieder.

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Mit 13,7 Grad Celsius war der gestrige Mittwoch der wärmste Tag seit Weihnachten, berichtet Martin Melber, Wettertechniker aus Westheim. Von einem Wetterrekord ist dieser Wert deutlich entfernt, so kletterte am 10. Januar 1991 das Thermometer auf 17,8 Grad. Die angekündigten Stürme blieben aus - starke Winde mit Stärken bis 75 Stundenkilometern fegten über die Höhen. Auch wenn es zwischen Dienstag und Mittwoch ordentlich geregnet hat (16,7 Liter), besteht derzeit keine Hochwassergefahr. Der Pegel am Kocher bei Gaildorf zeigte 2,4 Meter an - meist tritt das Wasser erst dann über die Ufer, wenn der Pegel über 3,0 Meter steht, weiß Melber. Trotz des lang andauernden Regens der vergangenen Tage wird der Monat Januar dennoch zu trocken ausfallen - im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt.

Eine Besonderheit: Noch nie seit 1945 schien im Januar so selten die Sonne. "Auf der Wetterstation in Stötten wurden im Januar 14 Sonnenstunden gemessen, im Kreis Hall dürften es nur wenig mehr gewesen sein", sagt Melber. Die nächsten Tage soll es weiterhin regnerisch, windig und kühl bleiben. In Höhenlagen wird es am Wochenende bereits Schneeregen geben, ab Montag soll Schnee auch in Höhen von 500 und 600 Meter fallen. "Der Winter kommt zurück", verspricht Melber. Bis Mitte, Ende nächster Woche werde es wieder deutlich kälter werden.

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