Der Ton macht die Musik

Laut und deutlich: Für den guten Ton sorgt beim Gerabronner Pferdemarkt seit mehr als 40 Jahren Robert Kurka.

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Bereits 1,5 Stunden vor Beginn des Umzuges tönt aus den Lautsprechern rund um die Bühne beim Rathaus Musik. Faschingslieder, Schlager und Charthits stimmen die Zuschauer schon mal auf das bunte Treiben ein. Und wenn Werner Pfeifer den Umzug kommentiert, sind seine Anmerkungen glockenklar zu hören. Alles dank Robert Kurka. Seit mehr als 40 Jahren kümmert sich der Musiker um die richtige Musik und Beschallung beim Pferdemarkt.

Es war die Faszination für Musik und Technik, die den Braunsbacher dazu gebracht hat. "Ich habe mich schon immer für Tongeräte interessiert und mir dann eine große Anlage gekauft." Für den Aufbau von Boxen und Verstärker benötigt Kurka in Gerabronn gerade mal 45 Minuten. "Ich weiß, wo alles hin muss - da muss ich schon gar nichts mehr denken", witzelt er.

Zum Pferdemarkt hat Kurka sein eigenes Zimmer im alten Rathaus. "Da sitz ich im Trockenen und habe alles im Blick", erklärt er. Über Handzeichen kommuniziert er mit den Organisatoren draußen: "Die winken dann schon, wenn die Musik mal zu laut ist. Aber eigentlich habe ich das im Gespür."

Nicht nur viel Erfahrung haben die letzten 40 Jahre dem Musiker gebracht, er hat auch viel erlebt. "Wichtig ist, dass man neugierig bleibt. Es gibt ja immer so viele Veränderungen. Früher lief die Musik zum Beispiel noch über Tonbandgeräte, dann waren CDs in Mode und jetzt läuft alles über MP3 - da kann ich die Musik stundenlang am Stück abspielen", schwärmt Kurka.

Als Dirigent hat sich Robert Kurka in der Region einen Namen gemacht: Die Stadtkapellen in Gerabronn, Wolpertshausen, Kupferzell, Untermünkheim und Mainhardt hörten schon auf sein Kommando. Kurka selbst spielt fünf Instrumente: Saxofon, Klarinette, E-Bas, Akkordeon und Keyboard. Und die Musik hat Robert Kurka weit über die Region bekannt gemacht. 1991 war er mit den Hohenloher Musikanten sogar in Los Angeles beim Oktoberfest. Unvergessen bleibt dabei: "An einem Abend mussten wir ganze 17-mal den Ententanz spielen!"

Ans Aufhören denkt der 81-Jährige noch lange nicht: "Mit dem hohen Alter auf dem Papier habe ich gar nichts zu tun. Körperlich bin ich fit, und ich suche mir immer neue Herausforderungen - das hält jung", erklärt der Rentner energisch.

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