Der Preis ist heiß

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Die Jagd nach Superlativen, sie findet bei den großen deutschen Rock- und Popfestivals auch im Jahr 2014 ihre Fortsetzung: Wer gibt als erstes die Verpflichtung prominenter Bands bekannt? Wer kann die Besucherzahlen am meisten steigern? Und nicht zuletzt: Wer meldet zuerst "ausverkauft"?

Letztere Frage ist im Hinblick auf den bevorstehenden Festivalsommer schnell beantwortet. Die rund 75000 Karten für das schleswig-holsteinische Metal-Mekka Wacken waren in weniger als 48 Stunden vergriffen - und das bereits Anfang August 2013, also ein Jahr vor Festivalbeginn. Wer ein Ticket ergattert hat, kann sich unter anderem auf Amon Amarth, Iced Earth, Avantasia, Apocalyptica und - sofern Lemmys Herz mitspielt - Motörhead freuen.

Im Süden der Republik geht der Kartenverkauf etwas beschaulicher vonstatten. Doch auch hier sind schon weit über 100000 Tickets weg. Für Rock im Park zum Beispiel, das gemeinsam mit Rock am Ring erstmals seit 2010 wieder ein viertägiges Bühnenprogramm anbietet und erneut mit großen Namen aufwarten kann: Metallica, Iron Maiden, Linkin Park und Kings Of Leon füllen die erste Reihe.

Auch im schönen Taubertal war man bereits fleißig und kann für das zweite August-Wochenende mit Bands wie Seeed, den Sportfreunden Stiller, Broilers, Ska-P und Jimmy Eat World aufwarten. Für das Open Air unterhalb Rothenburgs gibt es zusätzlich VIP-Tickets, mit denen man erweiterten Zutritt hinter die Kulissen und stets beste Sicht auf die Bühne hat.

Überhaupt: Der "very important" Festivalbesucher scheint sich zum Kassenschlager zu entwickeln. Auf immer mehr Festivals kann man in den Genuss eines Sonderstatus kommen. Bei RocknHeim, der zweiten Auflage des August-Festivals am Hockenheimring, finden sich die VIP-Camper direkt am Streckenrand wieder - mit kurzem Fußweg zu den Bühnen. Wer "nur" ein normales Ticket besitzt, hat teilweise mehrere Kilometer vom Zelt zum Festivalgelände zurückzulegen.

Ähnlich stellt sich die Situation bei Rock im Park in Nürnberg dar: Das begehrte Centerstage-Camping ermöglicht einen Blick auf die Hauptbühne und beinhaltet viele weitere Annehmlichkeiten. Dafür muss man jedoch dieses Jahr tief in die Tasche greifen: Für die Kombination aus Vier-Tages-Ticket und Centerstage-Camping werden satte 350 Euro fällig.

Ein Open Air, zwei Preise: Bahnt sich bei den Festivalisten eine Zwei-Klassen-Gesellschaft an? Klar ist: Für Schüler und Studenten sind VIP-Tickets oft unbezahlbar. Sie bevölkern die Standard-Campingflächen. Parallel dazu scheinen die Festivalmacher verstärkt eine zahlungskräftige Klientel ansprechen zu wollen. Doch bei welchem Kartenpreis ist die Schmerzgrenze erreicht? Vielleicht wird man es dieses Jahr bei Rock im Park herausfinden.

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