Der Pastor mit den großen Füßen

Mit dem Motto "Kino-Legenden" und witziger Schnipsel-Poetik punktet der TTC Kottspiel am Samstag bei seiner Faschingsparty in der Vereinshalle.

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Das Eintauchen in die Filmwelt gelingt mühelos. Zwischen Filmplakaten, Bambi- und Oscarstatuen wallt das bunte Treiben der Filmlegenden. Ausrangierte Kinosessel laden zum Betrachten ein. Der Blick auf die wandelnden und tanzenden Filmhelden ist sehenswert und amüsant, die Kostüme beeindruckend. So etwas gelingt nur Faschingsprofis, zu denen die Kottspieler ja allemal zählen. Die Verkleidungen werden mit entsprechendem Stolz präsentiert. In ihnen steckt aber viel Mühe und Fleiß.

Manche Legenden, wie etwa der von Bob Kane und Bill Finger entworfene Comic-Held Batman (Fledermaus), erweisen sich als beliebte Masken. Schick anzusehen sind auch die mehrfach sich präsentierenden Drei Musketiere, die mit ihren blauen Kostümen und prachtvollen Federhüten aus dem Geschehen herausstechen. Ganze Familien hatten sich auf das Faschingsevent vorbereitet. So glänzten Rosemarie, Albrecht und Steffen Straub als Charles-Chaplin-Drillinge. Cleopatra mit ihrer Familie, dem Monumentalfilm nachempfunden, begeistern nicht nur die Sprösslinge. Hinter der Theke bedienen Rita und Eugen Häfele als Piraten aus dem Film "Fluch der Karibik". Christian Staudacker als Sherlock Holmes mit karierter Mütze, passendem Trenchcoat und Pfeife wandelt gemessenen Schrittes "kombinierend" durch die Reihen. Eine Maske, die wegen des ihr anhaftenden Beobachtungsgebarens zur Einsamkeit verdammt - während sich die Sippe der Schlümpfe mit auffällig geschminkten Gesichtern und dekorativen Mützen gesellig über die Tanzfläche verteilt.

Ein Höhepunkt des Abends ist die Schnipsel-Poetik des TTC Kottspiel. In einer Mischung aus Showeinlage, Werbespots, Erzählphasen, Fernsehtiteln und musikalischen Ohrwürmern wird ein bunter Reigen von Assoziationen geweckt - ein Banküberfall, Tatortmelodie, "Spuren im Sand", "Sag die Wahrheit", "Sag alles und noch viel mehr". Das Puzzletheater vergisst auch Uli Hoeneß nicht, von dem zu erfahren ist, er denke, er sei eigentlich kein schlechter Mensch. Das Böse, so die Lehre der Geschichte, ist überall. Folgerichtig wird schließlich auch der Pastor als Täter entlarvt, weil sein Fuß in einen übergroßen Turnschuh passt, den die Fahnder um Inspektor Smudo als Beweismaterial gesichert haben.

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