Der Natur ganz nah

Die Ausstellung "Makrokosmos und Ton in Form" wird am morgigen Sonntag um 11 Uhr im Schrozberger Schloss eröffnet und musikalisch vom Gitarrenensemble der Musikschule Ulrich Beibl umrahmt.

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    Georgij Ferenz zeigt in seinen Makrofotografien, was nicht verborgen ist, aber oft übersehen wird. Privatfotos
  • Ton in Form - so nennt Ferenz seine Keramikarbeiten. 2/2
    Ton in Form - so nennt Ferenz seine Keramikarbeiten.
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Kennengelernt habe er den Künstler Gregorij Ferenz (59) vor zehn Jahren, erinnert sich der ehemalige Schrozberger und heutige Blaufeldener Roland Vetter zurück. Der aus Chmelnicky kommende und nun in Moskau lebende Ferenz ist entfernt verwandt mit Vetters aus der Ukraine stammenden Ehefrau und stellt ab morgen Fotos und Keramikarbeiten in Schrozberg aus.

Vetter ist Glasmaler und Bleiverglaser und Ferenz - mit einer atemberaubenden Biografie vom Computer-Ingenieur über den Dekorationsmaler bis zur Künstlerkolonie in Sarajsk - seit 2003 Mitglied der Kommission für Denkmalschutz und damit für den Erhalt und die Restaurierung der Moskauer Klöster mitverantwortlich.

Seit dieser Zeit geht Georgij Ferenz auch seiner heimlichen Leidenschaft nach: der Töpferei. Ihn interessieren speziell alte Techniken, vor allem mit Blick auf die Glasuren, die er nach altbewährten Rezepturen aus einer Klosterbibliothek mischt.

Im Jahr 2003 hatte Ferenz auch die Makrofotografie für sich entdeckt. Er geht bis ins Innere von Blüten und zeigt etwa den Blütenstaub. Ferenz möchte auf die visuelle Wahrnehmung der Natur fokussieren, will zeigen, was nicht verborgen ist, jedoch oft übersehen wird. 2005 wurden seine Makrofotografien erstmals in einer ersten großen Einzelausstellung mit dem Titel "Bilder zur Konferenz für Ökologie" im 170 Kilometer von Moskau entfernten Sarajsk gezeigt.

In den vergangenen zehn Jahren haben sich Vetter und Ferenz fast jährlich bei Besuchen in der Ukraine getroffen. Dabei sei der Gedanke gereift, eine Ausstellung in Vetters alter Heimat zu organisieren. Im Schrozberger Rathaus traf er auf offene Ohren. Und Ferenz transportierte nun per Reisebus 110 Fotografien und etliche kleinere Töpfereiarbeiten hierher.

Info Die Ausstellung wird morgen um 11 Uhr im Schrozberger Schloss eröffnet und geht bis zum 5. Juli. Sie ist zu den Dienstzeiten des Rathauses geöffnet.

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