Der Gemeine Holzbock

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Grün-Rot bekämpft die Zecken im Land nicht energisch genug, wirft der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut W. Rüeck der Landesregierung vor. Foto: SWP

Dank an Helmut W. Rüeck. Er hat vollkommen recht, wenn er fordert, dass die Herrschaften im baden-württembergischen Kabinett endlich etwas unternehmen sollten - beispielsweise gegen die Zeckenplage. Überall krabbelt es schon, und das seit Jahren!

Der CDU-Landtagsabgeordnete aus Crailsheim hat angefragt, was die Regierung zu tun gedenke, um diese Plage einzudämmen. Vielen Menschen könnten ernsthafte Krankheiten erspart bleiben.

In der Antwort der Landesregierung räumt Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) ein, dass die Gefahr, nach einem Zeckenbiss an Borreliose zu erkranken, in den zurückliegenden Jahren beständig zugenommen hat. In Baden-Württemberg erkranken jährlich 10000 bis 15000 Personen an Borreliose. Dagegen gibt es bislang keine Impfmöglichkeit.

Helmut W. Rüeck muss diese Antwort als unbefriedigend empfinden. Er schreibt sich auf seine Fahnen, sich seit Jahren für die Bekämpfung der Krankheiten einzusetzen, die durch Zeckenbisse übertragen werden. Dies ist ein ehrenswertes Ziel, denn Borreliose ist eine heimtückische Krankheit. Und alles, was dagegen unternommen werden kann, sollte versucht werden.

"Es ist völlig unverständlich, dass die Landesregierung nach wie vor eine Meldepflicht ablehnt und auf den Bund beziehungsweise darauf verweist, zunächst Erfahrungen und Auswertungen in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland abwarten zu wollen", schimpft Rüeck. Noch schlimmer bewertet er den nachlässigen Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das würden seine Christdemokraten bestimmt ganz anders anpacken.

Rüeck selbst weiß von einem Forschungsprojekt der Landesstiftung Baden-Württemberg. Mit erheblichem Mitteleinsatz hätten Experten Methoden entwickelt, die dazu geeignet sind, "das Übel bei der Wurzel zu packen und den Zecken selbst an den Kragen zu gehen". So zupackend wünscht man sich Rüeck auch weiterhin in seiner Mission für Land und Menschen.

Trotz nahezu grenzenlosen Einsatzes ist es Helmut W. Rüeck leider nicht gelungen, seine eigene schwarz-gelbe Landesregierung - so lange es sie gab - davon zu überzeugen, den in Mitteleuropa dominanten Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) auszurotten. Was seinem Lager in jahrelangem Bemühen schon nicht gelungen ist, sollen jetzt Kretschmann und Schmid mit ihren Regierungstruppen gefälligst nachholen. Das kann man ja wohl erwarten!

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