Der endlose Streit um Mistlau

Gut 100 Jahre stritten das Ritterstift Comburg und das Haus Hohenlohe um Mistlau. Ulrich Fröhner spricht darüber heute, 20 Uhr, im Quellhof in Mistlau.

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Im April 1688 ritt ein Bote zum Langenburger Schlosstor hinein. Er brachte etwas Unangenehmes für das Haus Hohenlohe: einen Befehl vom Reichskammergericht in Speyer. Im Namen des Kaisers befahl das Gericht dem Haus Hohenlohe, in Mistlau die Drangsalierung anderer Untertanen unter dem Vorwand der Religion zu unterlassen. Es drohe eine Geldstrafe.

Mit diesem Befehl war eine neue Stufe in einem langen Streit zwischen dem Ritterstift Comburg und dem Haus Hohenlohe um die Vorherrschaft im kleinen Dorf Mistlau erreicht. Dort besaßen beide Herrschaften je neun Höfe - und konnten sich nicht einigen, wer die Polizeigewalt und andere hoheitliche Aufgaben wahrnehmen durfte. Die Geschichte des Streits bietet lebendige Einblicke ins damalige Recht und das Kanzleiwesen samt den handelnden Personen.

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