Der archaische "Stahl der Steinzeit" fasziniert bis heute

Über die faszinierende Welt der Hohenloher Feuersteine informiert ein Themenabend des Kirchberger Arbeitskreises Geologie. Unter anderem werden zwei Dokumentarfilme von Waldemar Jauch gezeigt.

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Seit der Gründung des Arbeitskreises im Jahr 1980 beschäftigt sich eine Gruppe der Hohenloher Hobbygeologen intensiv mit "Entstehung, Schönheit und Rätsel der Hohenloher Feuersteine".

So heißt auch der Titel des viel beachteten Buches von Gründungsmitglied Herbert Schüssler und zweier Ko-Autoren aus dem Jahr 2000, von dem mittlerweile schon die zweite Auflage vergriffen ist. Das Zustandekommen des reich bebilderten Werkes war nur möglich, weil inzwischen etliche engagierte Sammler eine große Vielfalt der Halbedelsteine von den Hohenloher Feldfluren zusammengetragen und ihr farbiges Innenleben sichtbar geschleift hatten.

Einer von ihnen ist Willi Glaser aus Hornberg, der seine umfangreiche Sammlung im letzten Jahr dem Sandelschen Museum stiftete. Der Besuch der Sammlung Glaser bildet den Auftakt der Abendveranstaltung am kommenden Freitag. In deren Mittelpunkt steht anschließend die Präsentation eines preisgekrönten Dokumentarfilms von Waldemar Jauch vom Filmclub Crailsheim.

In dem Streifen lässt der Feuersteinexperte Herbert Schüssler die Besucher durch sein Mikroskop schauen und erläutert, wie die Steine in ihrer Farbenpracht entstanden sind. Er zeigt auch Werkzeuge aus dem "Stahl der Steinzeit". Der harte Feuerstein war in dieser Ära der wichtigste Werkstoff. Dem Sammler der ersten Stunde, Erwin Fohrer aus Amlishagen, schaut Jauch mit seiner Kamera ebenfalls über die Schulter, wie er in seiner Werkstatt ein Schmuckstück an den selbst gebauten transmissionsgetriebenen Schleifscheiben bearbeitet.

Rüdiger Haag aus Veinau zeigt zum Schluss, wie man mit Feuerstein und Zunder ein Feuer entfacht. Er wird es auch auf der Veranstaltung im evangelischen Gemeindehaus live demonstrieren.

Ein weiterer Kurzfilm von Waldemar Jauch zeigt, wo und wie man versteinerte Hölzer finden kann. Eine kleine Ausstellung und Kurzbeiträge von Arbeitskreismitgliedern runden die vom Museums- und Kulturverein organisierte Veranstaltung ab.

Info Der Feuersteinabend beginnt am morgigen Freitag, 28. Februar, um 19 Uhr im Saal des evangelischen Gemeindehauses am Kirchberger Hofgarten.

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