Den ersten gibt’s frisch aus dem Topf

Wenn Susanne Ott aus Michelbach/Heide Spitzweck backt, gibt es meist noch einen leckeren Hefeblooz dazu.

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Julius lässt sich die Spitzwecken von seiner Mutter Susanne Ott schmecken.  Foto: 

Spitzweck war bei uns daheim ein typisches Samstagsessen“, erzählt Susanne Ott aus Michelbach an der Heide. „Das hab ich schon als Kind sehr gern gemocht.“ Und sie mag es heute immer noch. Die Begeisterung für das Hefegebäck, das in Fett ausgebacken wird, hat die 46-Jährige längst an ihre Familie weitergegeben. Ihre drei Kinder haben ein glückliches Lächeln im Gesicht, wenn sie nach der Schule zum Mittagessen nach Hause kommen und in der Küche duftet es lecker nach Fettgebackenem.

Unter einem Küchenhandtuch sind die Teiglinge, die die Lehrerin zu kleinen Dreiecken und Rauten geschnitten hat, schön aufgegangen. Jetzt kommen sie in einen Topf mit heißem Fett, in dem sie schwimmend gebacken werden. Dann müssen sie kurz auf Küchenkrepp abtropfen und werden, noch warm, mit einer Mischung aus Puderzucker und Zimt bestäubt. „Den ersten muss man immer frisch aus dem Topf essen. Das schmeckt am besten.“

Susanne Ott bäckt gerne mit Hefe, denn aus einem Hefeteig kann man gleich mehrere Sachen machen. So verwendet sie, wenn sie Spitzwecken macht, meist die doppelte Teigmenge. Die eine Hälfte des Hefeteigs landet in kleinen Rauten im heißen Fett. Die andere rollt sie zu einem Blooz auf dem Backblech aus, gibt Apfelschnitze und Streusel hinzu und schiebt sie in den Backofen. Während das Mittagessen im Topf ausgebacken wird, wird eine Etage tiefer schon der Kuchen gebacken.

„Ich mag es, wenn ich die Spitzwecken in Vanillesoße eintauchen kann“, verrät Julius (9) und drückt sein Hefeteilchen besonders tief in die helle Soße. Den Rest Vanillesoße, der übrig bleibt, schlürft er am Ende genüsslich vom Teller.

Zutaten: 500 g Mehl, 40 g Öl, ½ Würfel Hefe, 40 g Zucker, 225 g Milch, 1 Prise Salz. Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein.

Zubereitung: Die Milch erwärmen, Hefe und Zucker darin auflösen. Mehl und Salz dazugeben. Beim Kneten das Öl einfließen lassen. Gut fünf bis sieben Minuten kneten. Den Teig etwa 15 Minuten gehen lassen. Den Teig anschließend etwa einen Zentimeter dick ausrollen, in Streifen und dann in Rauten schneiden. Diese an einem warmen Ort eine halbe bis Dreiviertelstunde lang gehen lassen. Fett in einem Topf erhitzen. Teigrauten hineinlegen und bei mittlerer Stufe auf beiden Seiten ausbacken. Anschließend auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Mit einem Puderzucker-­Zimt-Gemisch bestreuen. Dazu passen Apfelmus, frische Beeren oder Vanillesoße.

Tipp: Als Vorspeise kann man zu den Spitzwecken eine klare oder gebundene Gemüsesuppe reichen. hof

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