Das Gesicht des Diaks

Das erste Gesicht im Krankenhaus und die Stimme des Diaks - das ist Birgit Sturm. Täglich geben sie und ihre Kolleginnen hundertfach Auskunft am Telefon oder am Tresen im Foyer des Diakonie-Klinikums.

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Mit freundlichem Lächeln begrüßt Birgit Sturm die Besucher des Schwäbisch Haller Diakonie-Klinikums. Foto: Ufuk Arslan

"Diakonie-Klinikum, Sturm, grüß Gott" - diese Worte sagt Birgit Stamm alle paar Sekunden, wenn sie im Nebenraum des Empfangs des Haller Diakonie-Klinikums die Telefonanlage bedient. Ein niedergelassener Arzt möchte einen Kollegen in der Klinik sprechen. Frau Sturm funkt diesen an und erfährt, dass er im Moment am Operationstisch steht. "Er ruft Sie in einer Stunde zurück."

Wieder klingelt es: "Diakonie-Klinikum, Sturm, grüß Gott." Jemand möchte mit einer Patientin verbunden werden. Birgit Sturm ruft im Computer den Namen auf, prüft, ob die Patientin Telefonate und Besuche erhalten möchte, und stellt auf die Station durch.

Zehn Sekunden lang kein Telefonklingeln. Dafür meldet sich ein Autofahrer an der Einfahrtsschranke: "Zur Notaufnahme, bitte." Er möchte eine Angehörige bringen, die sich in den Finger geschnitten hat. Birgit Sturm bittet ihn, das Auto ins Parkhaus zu stellen und über den Haupteingang zu kommen, denn die Patientin ist gehfähig.

Gleichzeitig streckt eine ehrenamtliche "Grüne Dame" den Kopf zur Tür herein: "Hallo, ich nehme den Schlüssel für das Zimmer der ökumenischen Krankenhaushilfe mit, gell?" Und wieder läutet das Telefon, zugleich kommt ein Elektriker im Blaumann und widmet sich einem der technischen Geräte. . .

Wenn jemand ein praktisches Beispiel für Multitasking sucht, also für die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, sollte er sich bei Birgit Sturm melden. Sie beherrscht diese Fertigkeit und lacht noch dazu.

Im Empfang laufen die Fäden der Leittechnik zusammen, Bereitschaftstelefone liegen parat, die Hausrundfunkanlage muss umgestellt, ein Taxi gerufen werden. Wenn die An- und Abmeldung geschlossen ist, melden Patienten hier ihre Telefone an und ab oder erhalten einen Internet-Zugang. Auch wenn es mal stürmisch zugeht - Birgit Sturm steht ihre Frau. Seit 13 Jahren arbeitet die gelernte Hotelfachkraft im Diak und nimmt dafür täglich 40 Kilometer Anfahrtsweg aus Rot am See auf sich.

Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr ist das Klinikum geöffnet, und genau so sind die Arbeitszeiten am Empfang. Birgit Sturm leitet ein Team von zwölf Personen im Tag- und Nachtdienst. Werktags zwischen 9 und 18 Uhr herrscht am meisten Betrieb, dann ist der Empfang mit zwei Personen besetzt.

"Wir überwachen und melden weiter", bringt Birgit Sturm es auf den Punkt. Techniker und Handwerker sind wichtige Partner. "Überhaupt sind wir hier ein tolles Team", lobt sie. Dabei ist ihre Arbeit oft belastend, vor allem, wenn Rücksicht und Höflichkeit fehlen. "Es ist echt schade, wenn die Leute reinkommen und uns hier zur Minna machen." Umso schöner, wenn jemand sich bedankt und ein Lob ausspricht. Gegen zu viel Stress liegt immer ein Stückchen Schokolade bereit, oder Birgit Sturm bringt Kuchen mit. "Backen ist meine Leidenschaft", sagt die 48-Jährige, "ebenso wie tanzen und reisen."

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