Das etwas andere Rockfestival

Eine verrückte Idee fasst Fuß in Blaufelden: Inspirit, das christliche Rockfestival. Zum vierten Mal feiert das Event seine Neuauflage und verliert dabei nichts an Anziehungskraft für junge Leute aus der Region.

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Ein breites Programm wurde beim Inspirit-Rockfestival in der Markthalle Blaufelden geboten. Foto: Daniela Röhling

Dabei war die von Jugendlichen der Kirchengemeinde Blaufelden organisierte Veranstaltung wirklich aus einer verrückten Idee heraus geboren, so Benjamin Janot. "Wir wollten die christliche Message unter junge Leute bringen", so Janot. Was eignet sich da besser als Musik. Background hatten sie als jahrelange Festivalbesucher alle schon zu bieten. Warum also nicht mal so etwas in Blaufelden auf die Beine stellen, drängte sich da die Frage auf. "Aber", bekennt Mitorganisator Matthias Naser, "wir hatten schon mit Erfolg gerechnet." Hinter den Plakaten zum ersten Konzert hatten sie schon die Vorankündigung für das nächste.

Es musste also einfach gut gehen, und es ging gut. 500 Besucher bei der Premiere machten eine eindeutige Ansage. Am Samstagabend sind es bereits 600 "und wir denken, es werden noch mehr", meint Benjamin Janot. Sein Bruder Philipp ist für die Sichtung der Bands verantwortlich und hat ein sicheres Händchen bei der Auswahl. Der Hauptgig "Everyday Sunday" kommt aus Michigan und ist gerade sehr angesagt. "Wir wollten sie", sagt Philipp selbstsicher, "und haben sie auch bekommen." Er geht immer nach dem Motto vor, entweder man wird sich einig oder nicht. Bei den Jungs aus den USA waren sie sich sehr schnell einig.

Aber auch deutsche Bands machen gute Livemusik. Warumlila ist dafür bester Beweis. Lautes Gekreische an der Bühne, Feuerzeuge in der Luft und das echte Festivalfeeling stellt sich nach kurzer Zeit ein. Was aber ist anders bei christlichen Rockfestivals? "Wir verzichten vollkommen auf Alkoholausschank, und unsere Bands haben alle einen christlichen Hintergrund", erklärt Benjamin Janot. Es lässt sich auch bei Pizzaschnitten, Cola, Fanta und Co ganz gut feiern. "Das ist uns wichtig", so Janot.

Der christliche Background der Songs fällt nicht sofort auf. Warumlila singt von Beziehungen, Wünschen, Träumen, vom Gasgeben im Leben. Und manchmal blitzt das Evangelium durch etwa bei Warumlilas Homage an die Schöpfung: Sag dankeschön, dankeschön, denn die Welt ist wunderschön. Christsein funktioniert auch lauter, beweist "Emily still reminds". Hardcore, so ihre Musikrichtung. Texte vermag man als Ungeübter kaum rauszuhören aus dem lauten Stimmen- und Instrumentenwirbel. Doch es kommt an. Die Besucher gröhlen und kreischen, wie es eben so sein muss auf einem richtigen Festival.

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