Chor küsst Fasching: Gesangverein Fichtenberg und Liederkranz Mittelrot feiern

In Fichtenberg ist der Fasching gut aus den Startlöchern gekommen. Gesangverein und Liederkranz Mittelrot haben zusammen den Fasching ordentlich geküsst, wie das Programmmotto versprochen hatte.

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Dem Publikum, das kostümiert zahlreich die Fichtenberger Gemeindehalle füllte, blieb bei diesem Programm schon mal die Spucke weg. Nicht so Antje Kreisz, die das Geschehen plaudernd begleitete. Mit einem Unisonogesang zum Refrain "Fichtenberg in der Nacht - wie es singt und lacht", den Christa Miotke getextet hatte, traf der Chor voll ins Schwarze. Ausgelassene Stimmung und beste Laune nahmen ihren Lauf.

Exotische Früchte, heiße Rhythmen und närrische Sketche

Von Anfang an stiegen die Narren im Saal auf die Rhythmen und Gags voll ein und hatten ausgesprochenen Spaß an den Aufführungen. Bunt wie die Tischdekoration waren auch die Bühnenbilder der Chöre. Sängerinnen und Sänger hatten sich farbig kostümiert und passten schnell mal ihre Fasnetsverkleidungen den Vorträgen an.

Die handelten von exotischen Früchten wie "Mango Litschi" und führten mit heißen Sambarhythmen von Mexiko nach "Brasil". Dazu hatten die Mittelroter Liederkränzler ihren "Alten Kakadu" mit auf die Reise genommen und schwelgten in Erinnerungen "Oh! Urlaub isch schee". Der Fichtenberger Gesangverein und der Singkreis stellten dazu fest "Jetzt ist Sommer" und freuten sich im nächsten Moment über "Tage wie diese". Damit war wohl auch der Faschingsabend gemeint, den Hartmut Schreiber als Mann am Klavier und Lukas Reske zusammen mit Lennie Kreisz mit ihren Cajons rhythmisch begleiteten.

Bewegung und Freude kam bei den Saalnarren auf, wenn die Chöre zum Mitmachen aufforderten, oder Sketche die Lachmuskeln strapazierten. Die "Reise nach Jerusalem" gewann sinnigerweise Pfarrerin Ursula Braxmaier, die sich mit Bürgermeister Roland Miola und weiterer Dorfprominenz dem Spaß gestellt hatte. Unangenehme Düfte erlebten "Emma und Otto" bei ihrem Theaterbesuch. "Vater und Tochter" erteilten eine Lektion frei nach Knigge: wie man es nicht machen sollte. Dazwischen lud der "Mostbesen" zum Schunkeln ein, bis die "Dorftratsche" ihr Fett ordentlich auf örtliche und überörtliche Prominenz ausgießen durfte.

Die Dorfgemeinschaft Erlenhof schickte schließlich ihre "schönsten" Bäuche zum Bauchtanz auf die Bühne, die auch zum Schauplatz der "Modenschau" des Liederkranzes Mittelrot wurde. Die vielseitige, nicht immer ernst gemeinte Verwendbarkeit von Feinrippwäsche war Thema der gaudigen Präsentation, der Uli Rost mit französischem Akzent - mittelroterisch eingefärbt - internationales Flair verlieh. Schleichenden Witz beinhalteten das "Überraschungsdessert" und ein lärmendes "Küchenorchester".

Getreu dem Motto des Abends empfahl der Gesangverein zum Finale "Rote Lippen soll man küssen!" Das Publikum zog es allerdings eher vor, zu Musik von Mister Music bis spät in die Nacht hinein das Tanzbein zu schwingen.

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