CDU-Abgeordneter Christian von Stetten diskutiert mit Windpark-Gegnern

Die Gegner des geplanten Windparks im Brüchlinger Wald hörten es gerne: "Windräder kann man nicht gegen den Willen der Bürger bauen", erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten.

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  • Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten bei dem Gespräch mit Windpark-Gegnern in Langenburg: "Windrädern kann man nicht gegen den Willen der Bürger bauen, sondern nur mit ihnen." Foto: Harald Zigan 1/2
    Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten bei dem Gespräch mit Windpark-Gegnern in Langenburg: "Windrädern kann man nicht gegen den Willen der Bürger bauen, sondern nur mit ihnen." Foto: Harald Zigan
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Die "Besorgten Bürger", die sich gegen den geplanten Bau von 18 Windrädern im Brüchlinger Wald wehren, hatten den CDU-Parlamentarier zu einem Gespräch eingeladen - im "Panoramasaal" des Mawell Resorts mit seinem atemberaubenden Ausblick ins Jagsttal, der nur von zwei Windrädern getrübt wird, verfolgten rund 50 Bürger (unter ihnen auch Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg, in dessen Forst die ENBW den Windpark errichten will) die Diskussion. Die Bürgerinitiative will nach und nach sämtliche Abgeordneten aus Hohenlohe in Sachen Windkraft befragen.

Welch düstere Aussichten die Windpark-Gegner aus Langenburg für das weitläufige Waldgebiet bei Atzenrod und damit für Mensch und Natur befürchten, schilderten Karin Friedle-Unger und Ekkehard Götz, seit Kurzem Vorsitzender des Vereins Heimatvogelschutz - stets mit dem Hinweis, dass man kein Gegner der Energiewende, sondern von massenhaften Windmühlen in intakten Öko-Systemen sei.

"Die Bürger blicken mehr durch"

Christian von Stetten machte keinen Hehl daraus, was er von der Windkraft hält - nämlich nicht viel. Die Ungereimtheiten beginnen für den Freiherrn schon bei der Suche nach den Vorranggebieten: "Die doppelte Planung von Kommunen und dem Regionalverband habe ich noch nie verstanden - da wird das Geld gleich doppelt herausgeschmissen und die Bürger blicken nicht mehr durch, wer letztendlich über die Standorte bestimmt."

Wenn es nach dem CDU-Abgeordneten ginge, würden sämtliche Windräder nur noch nach der "10-H-Regel" gebaut, wie sie der bayerische Ministerpräsident Seehofer favorisiert und wie sie auch die Bundesregierung im Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz empfiehlt (EEG). Windmühlen sollen demnach als Abstand zu Wohngebieten mindestens den zehnfachen Wert ihrer Höhe einhalten - eine Vorgabe, "die in Stuttgart abgelehnt wird", wie der Abgeordnete bedauerte: "Die Verhältnisse stimmen doch nicht mehr, wenn für einen Rotmilan-Horst ein Schutzradius von 1000 Metern gilt, für Aussiedlerhöfe aber zum Teil nur 500 Meter."

Christian von Stetten wagte die Prognose, dass nach den EEG-Korrekturen "wohl zwei Drittel aller in Baden-Württemberg geplanten Windräder nicht mehr gebaut werden". Nach der Fragerunde, die sich zum Beispiel um die Neutralität von Gutachtern und das rasante, konfliktbeladene Tempo der Energiewende drehte, hoffte der Freiherr, "dass sich die Langenburger nicht vollends zerstreiten".

Landesdenkmalamt stuft geplante Windräder im Brüchlinger Wald als "noch vertretbar" ein
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