Bürgerstiftung: Frankenhardt schließt sich Einrichtung der Sparkasse an

Frankenhardt ist die erste Gemeinde im Landkreis, die unter dem Dach der Stiftergemeinschaft der Sparkasse eine Bürgerstiftung einrichtet. Diesen Beschluss hat jetzt der Gemeinderat gefasst.

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Von der Altenhilfe über Erziehung und Bildung bis hin zum Sport geht die Arbeit der Bürgerstiftung. Foto: Wolfgang Rupp

"Stiften ist Herzenssache" wirbt die Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim in ihrer Broschüre über die erst vor wenigen Wochen gegründete Stiftergemeinschaft. Stiftungen bieten eine besondere Möglichkeit, dauerhaft Gutes für die Gesellschaft zu bewirken. Dieser Gedanke hat die Sparkasse dazu bewogen, allen interessierten Bürgern sowie Kommunen eine Plattform für ihr Engagement zur Verfügung zu stellen. Frankenhardt ist die erste Kommune im Landkreis, die als Bürgerstiftung dieser Gemeinschaft beitritt, "weil wir für unsere Bürger etwas Gutes tun wollen", wie Bürgermeister Jörg Schmidt in der Gemeinderatssitzung am Montagabend sagte.

In Frankenhardt gibt es bislang noch keine Stiftung zur Bündelung bürgerschaftlichen Engagements für die unterschiedlichen Bereiche des freiwilligen Wirkungskreises, wird in der Sitzungsvorlage festgestellt. Aufgrund der demografischen Entwicklung, vieler kinderloser Personen und einem Engagement für das Gemeinwesen werde erwartet, dass Menschen eine Möglichkeit suchen, ihr Vermögen für steuerbegünstigte Zwecke in der Gemeinde stiften zu können.

Daher bestehe großes Interesse, eine Bürgerstiftung Frankenhardt ins Leben zu rufen, "um einen ewigen Wert zu schaffen, deren Erträge zum Wohle unserer Gemeinde dauerhaft eingesetzt werden können". Der Gemeinderat unterstützte den Vorschlag der Verwaltung bereits Mitte Dezember mit einer Grundsatzentscheidung, jetzt folgte der Satzungsbeschluss zur Einrichtung der Stiftung, die nicht eigenständig, sondern formell eine Zustiftung im Rahmen der Stiftergemeinschaft der Sparkasse ist. Die Gemeinde bringt ein Stiftungskapital von 12.500 Euro ein, der gleiche Beitrag kommt von der Sparkasse. Diese verzichtet auf eine einmalige Einrichtungs- und Verwaltungspauschale, weil Frankenhardt als erste Kommune diese Treuhandstiftung einrichtet.

Mit Spenden ewige Werte schaffen

Für die Gemeinde fallen bei dem anfänglichen Grundstockvermögen jährliche Verwaltungskosten von rund 150 Euro an. "Natürlich hoffen wir", so Bürgermeister Jörg Schmidt, "dass das Vermögen der Stiftung rasch ansteigen wird." Die Gemeinde werde die Bürgerschaft jedenfalls zum Mitmachen aufrufen und ihnen die Besonderheiten dieser Stiftung näherbringen. Während einmalige Spenden ihre unterstützende Wirkung oft nur kurzfristig entfalten, können aus den Erträgen des Stiftungsvermögens Einrichtungen dauerhaft gefördert werden. "Sie garantieren damit einer Idee, die Ihnen besonders am Herzen liegt, nicht nur eine lange Erfolgsgeschichte", wirbt die Sparkasse, "vielmehr haben Sie die Möglichkeit, ewige Werte zu schaffen." Anliegen der Bürgerstiftung Frankenhardt ist es, diese Werte in der Gemeinde zu schaffen beziehungsweise zu unterhalten. Aus den Erträgen des Stiftungsvermögens können und sollen die unterschiedlichsten Bereiche nachhaltig unterstützt werden: Jugend- und Altenhilfe, Kunst und Kultur, Denkmalschutz und -pflege, Bildung und Ausbildung, Naturschutz und Landschaftspflege, Wohlfahrtswesen, Feuerschutz und Sport, Heimatpflege und -kunde, Kultur- und Völkerverständigung.

Welche Projekte, Einrichtungen und Organisationen gefördert werden, bestimmt ein Stiftungsrat. Dieses Gremium soll nach den Kommunalwahlen Ende Mai gebildet werden.

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