Bürgermeister Willi Karle sieht Gemeinde Frankenhardt auf gutem Weg

Auch wenn Bürgermeister Willi Karle noch bis Sommer mit gewohntem Elan agieren wird: Ein bisschen Abschiedsstimmung war beim Neujahrsempfang der Gemeinde Frankenhardt trotzdem zu spüren.

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  • Junge Bürger und der altgediente Bürgermeister Willi Karle stoßen auf das neue Jahr an. Foto: Wolfgang Rupp 1/2
    Junge Bürger und der altgediente Bürgermeister Willi Karle stoßen auf das neue Jahr an. Foto: Wolfgang Rupp
  • Die Gruppe "Echt handgmacht" umrahmte den Neujahrsempfang musikalisch. 2/2
    Die Gruppe "Echt handgmacht" umrahmte den Neujahrsempfang musikalisch.
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Ich werde mich bis zum letzten Arbeitstag für die Belange und das Wohl der Gemeinde einsetzen", verspricht Willi Karle in jener denkwürdigen Gemeinderatssitzung Ende September, als er seinen Abschied als Bürgermeister der Gemeinde Frankenhardt bekanntgibt. Der 65-Jährige tritt aus "persönlichen Gründen" nach 39 Amtsjahren zum 30. Juni diesen Jahres in den Ruhestand. Die reguläre Amtszeit wäre bis zum 14. Mai 2014 gegangen.

"Sie sehen an meinen Haaren, dass ich älter geworden bin", scherzt er beim sehr gut besuchten Neujahrsempfang gestern Vormittag in der Frankenhalle in Gründelhardt. "Es war die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt", so Karle, der zufrieden auf die letzten vier Jahrzehnte zurückblickt. "Wir sind ganz gewaltig vorangekommen und können uns mit anderen Gemeinden durchaus messen", stellt er zufrieden fest. Und mit "wir" meint er nicht nur den Bürgermeister und den Gemeinderat "sondern alle". So könne sein Nachfolger (die Stelle wurde am Freitag ausgeschrieben, die Wahl findet am 7. April statt) auf einer guten und gesunden Basis arbeiten.

Karle stellt den Wechsel an der Spitze der Gemeinde an den Schluss seiner Ausführungen. Er steigt bei Europa und der Schuldenkrise ein, "die uns noch lange beschäftigen wird", wundert und freut sich gleichzeitig, dass die Wirtschaft in der "gewaltig verschuldeten Bundesrepublik so wunderbar floriert", wovon auch die Gemeinde Frankenhardt profitiert. Sie erhält aktuell eine Millionen Euro an Gewerbesteuer, "und das ist für uns sehr, sehr viel Geld".

In seiner Beurteilung der grün-roten Landesregierung ("an diese Kombination muss ich mich noch gewöhnen") hält er sich noch zurück. Jetzt müsse erst einmal abgewartet werden, ob sie die selbst gesetzten Erwartungen auch erfüllen kann und wird. "Aber wir müssen aufpassen", warnte Karle, "dass der ländliche Raum nicht zu kurz kommt."

Er begründet seine Warnung mit dem Hinweis auf die veränderte Förderung der innerörtlichen Bebauung ("da hat die Regierung einen Rückzieher gemacht") und den miserablen Zustand von Landesstraßen, unter dem die Gemeinde Frankenhardt besonders leidet. "Wir brauchen keine lieben Antworten, sondern Taten", fordert Karle, der sich in dieser Sache schon vielfach an Stuttgart gewandt hat.

An die Landesregierung wird sich die Gemeinde Frankenhardt mit ihrem erneuten Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Honhardt wenden. Mehr noch: "Wir müssen darum kämpfen, dass die Schulstandorte im ländlichen Raum erhalten bleiben", so Karle, "und auch bei uns der mittlere Bildungsabschluss ermöglicht wird." unverständlich und ärgerlich ist für den Bürgermeister, dass der Antrag auf Einrichtung einer Ganztagesschule in Gründelhardt abgelehnt worden ist, weil die Grundschule die Rahmenbedingungen nicht erfülle. Doch deren Umsetzung "ist für uns einfach nicht bezahlbar".

Nicht zufrieden ist Karle mit dem schleppenden Verkauf von Bauplätzen, was er zum einen auf die stark zurückgehenden Geburtenzahlen und zum anderen auf den augenblicklichen "Trend zur Stadt" zurückführt. Absolut zufrieden ist er hingegen mit dem hervorragenden Angebot an Kindergartenplätzen. "Die Investitionen in der Vergangenheit haben sich gelohnt", blickt er zurück.

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