Bürgermeister-Kandidat Kurt Wackler überrascht beim HT-Wahlforum

Überraschende Einblicke in sein Weltbild als Mensch und als Kommunalpolitiker gewährteam Sonntag Kurt Wackler (55) beim HT-Forum zur Bürgermeister-Wahl in Satteldorf. Entspannt und locker ging es dabei zu.

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  • Nicht bierernst, sondern ganz locker ging es beim HT-Wahlforum in Satteldorf zu: HT-Redaktionsleiter Andreas Harthan (links) und Redakteur Mathias Bartels (rechts) im Gespräch mit dem Bürgermeister-Kandidaten Kurt Wackler. Fotos: Ufuk Arslan 1/2
    Nicht bierernst, sondern ganz locker ging es beim HT-Wahlforum in Satteldorf zu: HT-Redaktionsleiter Andreas Harthan (links) und Redakteur Mathias Bartels (rechts) im Gespräch mit dem Bürgermeister-Kandidaten Kurt Wackler. Fotos: Ufuk Arslan
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Heftiger Beifall von rund 65 Bürgern brandet im "Adler"-Saal auf, als HT-Redaktionsleiter Andreas Harthan und HT-Redakteur Mathias Bartels neben kommunalpolitischen Themen auch die ganz persönlichen Ansichten des seit 16 Jahren amtierenden Chefs auf dem Satteldorfer Rathaus zur Sprache bringen. "Die Waffenproduktion in Deutschland", die beim Export mittlerweile den dritten Platz im weltweiten Vergleich einnimmt, "würde ich sofort verbieten, wenn es in meiner Macht stünde", sagt Kurt Wackler, der sich am kommenden Sonntag erneut zur Wahl für eine dritte Amtszeit stellt.

Satteldorf könnte es sich sogar leisten, einer ansiedlungswilligen Waffenschmiede die kalte Schulter zu zeigen - die üppig sprudelnde Gewerbesteuer und die schon im Jahr 2008 erreichte Schuldenfreiheit der Kommune machens möglich. Und in der Tat hat die Gemeinde schon so mancher Firma, die nicht in ihr Portfolio des autobahnverwöhnten Industriegebietes passte, eine Absage erteilt.

Stadt blüht ohne Skandale auf

Angesichts von prall gefüllten Kassen bricht der Größenwahn aber noch lange nicht in Satteldorf aus - ganz im Gegenteil: Das Wörtlein "solide" taucht auch beim HT-Wahlforum mehrfach im Wortschatz des Schulzen auf, der "seine" Gemeinde in den letzten 16 Jahren ohne Skandale und ohne kommunalpolitische Grabenkriege selbst im Windschatten eines "großen Bruders" wie Crailsheim zum Blühen brachte und sich damit als würdiger "Erbe" seiner Vorgänger Hermann Hommel und Walter Ströbel erwies - eine Erfolgsgeschichte, der auch generell BM-kritische Bürger ihren Respekt zollen und die sich auch in 2600 (!) Arbeitsplätzen manifestiert.

Wackler sitzt in Satteldorf also sozusagen fest im Sattel. Freilich kann es sich die Kommune nicht leisten, sich auf einer Insel der finanziellen Glückseligkeit auszuruhen. Der Schulz hat da noch etliche Vorhaben auf seiner Agenda abzuarbeiten - ein Ausbau der Angebote für Senioren und Jugendliche etwa, der Kampf um die Grundschule oder die weitere "Fusion" der durch die Bahnlinie getrennten zwei "Satteldörfer" - wobei dem Rathaus-Chef wichtig ist, dass nicht nur in den Außenorten ein guter "Schwimmring" installiert ist, sondern "auch das Herz der Gemeinde stark bleibt". Auch der dreispurige Ausbau der A 6 mitsamt einem Neubau der Brücken über Jagst und Gronach ("Darüber bin ich wirklich erschrocken") dürfte den Bürgermeister künftig sehr beschäftigen.

Hohe Wahlbeteiligung erwünscht

Um die Frage aller Fragen bei solchen BM-Wahlen mit nur einem ernst zu nehmenden Kandidaten drückte sich Kurt Wackler auch nicht herum: "Eine ordentliche, im oberen 40er-Bereich liegende Wahlbeteiligung würde mich freuen."

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