Bühlertann feiert seit 1355 Fastnacht

Fastnacht hat in Bühlertann Tradition. Sogar Elefanten waren schon beim Umzug. Ein Blick in die Historie lohnt.

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Bereits 1355 werden Fastnachtshühner in Bühlertann erwähnt. Das legt zumindest den Schluss nahe, dass die Bühlertaler bereits vor der Entdeckung Amerikas närrische Zeitgenossen waren. Die Badstube wurde laut alten Aufzeichnungen für ein Pfund Heller und ein Fastnachtshuhn verpachtet.

Fastnacht mit Sketchen, Tanz und Musik erwähnte eine Tageszeitung dann wieder 1920. Damals hat der Liederkranz eine komische Aufführung mit Gesang und Theater organisiert. Das gilt gemeinhin als Vorläufer der heutigen Prunksitzungen. Dann entstand in den Aufzeichnungen eine Lücke. Der Krieg war keine lustige Zeit und die Menschen hatten andere Sorgen.

Umso besser belegt ist das bunte Treiben dafür nach dem Krieg. Die erste offizielle Prunksitzung wurde dann 1973 auf die Beine gestellt, damals noch mit Unterstützung aus Ellwangen. Inzwischen sind es drei Prunksitzungen pro Jahr geworden, und der Umzug ist weit über die Gemeinde- und Kreisgrenze hinaus bekannt und beliebt.

Vor 29 Jahren war der Umzug beispielsweise etwas ganz Besonderes. Bühlertal wurde zum Erholungsort ernannt, was die findigen Narren natürlich sofort aufgriffen. Denn auch dafür steht Fastnacht in Bühlertann: Themen aus Zeit- und Ortsgeschichte werden augenzwinkernd dargestellt und meist wohlwollend durch den Kakao gezogen. Ebenfalls ungewöhnlich im Jahre 1984: Ein echter Zirkuselefant wurde angemietet und sorgte für viele glänzende Kinderaugen und viele verblüffte Gesichter.

Auch heuer werden die Teilnehmer für einen bunten, abwechslungsreichen und schönen Umzug sorgen. Die wenigsten werden sich dabei wohl bewusst sein, in welch langer Tradition sie stehen. Doch egal ob 1355, 1973, 1984 oder 2013, eines haben die Bühlertanner Narren gemein: Den Spaß an der Freude, den sie auf die vielen Gäste und Besucher aus nah und fern übertragen.

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