Bühlertann begrüßt Flüchtlinge

Die ersten sechs Flüchtlinge aus Eritrea sind am Freitag gegen 10 Uhr in Bühlertann eingetroffen. Der siebte kommt am Wochenende. Etwas verschüchtert besichtigten sie ihre Unterkunft.

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    Bürgermeister Michael Dambacher und Bernd Engelhardt vom Bauhof begrüßen die Ankömmlinge in Bühlertann. Foto: 
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Bürgermeister Michael Dambacher begrüßte sie als Neubürger im Wohnzimmer des von der Gemeinde angemieteten Hauses. Jeder von ihnen erhielt eine Stofftasche mit Informationen über Bühlertann, einem Busfahrplan und einem Memory-Spiel zu Bühlertann. Am Nachmittag gehen sie auf eine Informationstour durch den Ort. Die Bushaltestelle, Einkaufsmöglichkeiten, Rathaus und Kirche stehen auf dem Besichtigungsprogramm.

Wolfgang Rupp, der sie schon aus Crailsheim kennt, und Angelika Kehrer vom Freundeskreis Integration werden sie zusammen mit Bürgermeister Michael Dambacher durch den Ort führen. Nach der Begrüßung ging es ans Auspacken. Jeder hat ein paar private Gegenstände und Kleider dabei, die er in seinem eigenen Zimmer unterbringen will. Ein Bild von Bethlehem und ein Heiligenbild mit Schutzengel wollten sie gleich aufhängen. Da die Christen in Eritrea verfolgt werden, sind sie offensichtlich froh, dass sie hier nicht mehr wegen ihres Glaubens Schwierigkeiten bekommen. Sie gehören dem orthodoxen Glauben an.

Gefragt, ob sie auch in eine katholische Kirche gehen würden, sagten sie spontan ja. Die Kochtöpfe wurden schnell in der Küche verstaut, die komplett neu angeschafft und eingerichtet war. Einkaufen und Kochen sind sie gewöhnt. Das haben sie schon in Crailsheim praktiziert. Sie müssen noch mindestens bis zum Sommer in Crailsheim in die Schule gehen, sagten sie. Den Hauptschulabschluss streben sie auf jeden Fall an. Ortsbautechniker Bernd Engelhardt regelte sogleich die praktische Seite. Gegen Unterschrift bekam jeder einen Hausschlüssel. Die Busfahrkarten beantragt die Gemeinde für sie, versprach Bürgermeister Michael Dambacher.

Angelika Kehrer fragte, wie lange sie bis jetzt Deutsch gelernt hätten. Es sind richtige Jungs, die jetzt in Bühlertann einziehen. Froh, dass sie ein eigenes Zimmer haben. Erfreut, dass sie nicht ganz alleine sind. Und schon ein Stück weit selbstständig. Sie kochen zusammen, putzen und waschen ihre Wäsche. Einer von ihnen würde gern Fußball spielen. Wenn sie jetzt noch einen Job fänden, stünde der Integration nichts im Wege.

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